Wissenschaft befasst sich mit ausgewogenem Haifischfang für mehr Nachhaltigkeit
Die Europäische Kommission hat Wissenschaftler zu Rate gezogen, um ihr Wissen über den Haifischfang und die Rolle der verschiedenen Haiarten im marinen Ökosystem zu erweitern. Ein Ausschuss unter der Leitung von AZTI-Tecnalia, einem Meeres- und Technologiezentrum, wird die Europäische Kommission dahingehend beraten, wie der Haifischfang nachhaltiger gestaltet werden könnte. Langfristig soll sichergestellt werden, dass der Haifischfang in einer ausgewogeneren Weise durchgeführt wird. Das 15 Monate andauernde Projekt ist Teil des Aktionsplans für Haie, einer laufenden Initiative der EU, die von der Generaldirektion Fischerei und Maritime Angelegenheiten der Europäischen Kommission finanziert wird. Das Projekt untersucht die Auswirkungen des Thunfischfangs auf Hai-Populationen. Weiterhin werden die verschiedenen Haiarten analysiert, die im Atlantik, im Indischen und Pazifischen Ozean gefangen werden. Traditionell fangen die europäischen Flotten kleinere Haie vor den Küsten und die wissenschaftliche Gemeinschaft verfügt über ausreichende Informationen über diese Fänge. Doch die Ausbeutung der Haie im Atlantik, im Pazifik und im Indischen Ozean ist in den letzten Jahren gestiegen und nicht genau dokumentiert. Dieses Problem wird durch die Tatsache verschärft, dass Haie auch von Thunfischfängern, die unter verschiedenen Flaggen fahren, gefangen werden, vor allem von asiatischen Fangflotten, die in diesen Meeren operieren. Obwohl diese Schiffe auf den Fang von Thunfisch und Schwertfisch spezialisiert sind, fangen sie immer mehr Haie. Hai-Populationen können sehr leicht überfischt werden, da sie sich nur sehr langsam fortpflanzen. Dies bedeutet, dass sie eine Spezies sind, die sich von Überfischung und anderen durch den Menschen verursachten Auswirkungen nur schwer erholen kann. Hilario Murua, ein Biologie von AZTI-Tecnalia und Leiter des wissenschaftlichen Beirats des Aktionsplans für Haie der Gemeinschaft sagt: "Bisher haben wir Informationen erhalten über Fänge und Aufwand, Größenverteilung, Biologie und Ökologie der verschiedenen Arten, die von verschiedenen Thunfischflotten in den drei Ozeanen gefangen wurden. Das Ziel ist es, die Fischereien zu charakterisieren sowie den Datenmangel anzugehen und die Prioritäten für eine zukünftige Evaluation festlegen, die eine nachhaltige Bewirtschaftung dieser Populationen gewährleisten. Eine zweite Phase zielt einen Rahmen für die Erforschung und Überwachung der Fischerei an, mit dem die Nachhaltigkeit dieser gefährdeten Populationen gewährleistet werden soll." Dem beratenden Ausschuss der Europäischen Kommission für nachhaltigen Haifischfang gehören Forscher der baskischen R + D Zentren, des spanischen Instituts für Ozeanographie (IEO), des französischen Instituts für Meeresforschung (IFREMER), des französischen Instituts für Forschung für Entwicklung (IRD) und des portugiesischen Instituts für Fischerei und Meeresforschung (IPIMAR) an.Weitere Informationen sind abrufbar unter: Meeres- und Technologiezentrum http://www.azti.es/en/(öffnet in neuem Fenster) EU-Aktionsplan für Haie http://ec.europa.eu/dgs/maritimeaffairs_fisheries/consultations/sharks/index_en.htm(öffnet in neuem Fenster)
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