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Auswirkungen von Innenraumschadstoffen auf Europas Bürger in der Bewertung

Die gesundheitlichen Auswirkungen von Innenraumschadstoffen sind ein echtes umweltbedingtes Gesundheitsproblem, das zweifellos Atemwegserkrankungen wie Asthma fördert. Dieser Umstand hat die Umsetzung der europäischen Studie veranlasst. Während oft gesagt wird, dass Asthma dur...

Die gesundheitlichen Auswirkungen von Innenraumschadstoffen sind ein echtes umweltbedingtes Gesundheitsproblem, das zweifellos Atemwegserkrankungen wie Asthma fördert. Dieser Umstand hat die Umsetzung der europäischen Studie veranlasst. Während oft gesagt wird, dass Asthma durch Luftverschmutzung im Freien ausgelöst wird, wird angesichts des Welt-Asthma-Tags nun auch die Aufmerksamkeit auf Gefahren in Innenräumen gerichtet. Das HITEA-Projekt ("Health Effects of Indoor Pollutants: Integrating Microbial, Toxicological and Epidemiological Approaches") hat kurzfristige und langfristige gesundheitliche Auswirkungen auf Atemwege sowie Entzündungen und Allergien bei Kindern und Erwachsenen untersucht, die mit der Raumluft zusammenhängen. Dabei lag der Schwerpunkt auf mikrobiellen Stoffen. Hieraus ergaben sich neue und innovative Ansätze für Expositionsbewertungen, die dazu führen, Empfehlungen für Gesundheitsberufe zu entwickeln, insbesondere zu der Frage, wie mikrobielle Verunreinigungen in Innenräumen zu untersuchen sind. Das auf fünf Jahre angelegte Projekt wurde von Professorin Aino Nevalainen und der Dozentin Anne Hyvärinen am Nationalen Institut für Gesundheit und Wohlfahrt in Kuopio, Finnland, geleitet. Das Projekt bestand aus einem Konsortium aus acht Forschungseinrichtungen in sieben Mitgliedstaaten der EU und wurde in Höhe von 2,7 Mio. EUR von der Europäischen Kommission gefördert. Das Projekt befasste sich zunächst mit Raumluft in Schulen, wobei eine identische Studienaufstellung in Finnland, in den Niederlanden und in Spanien verwendet wurde. Es wurde eine detaillierte Analyse der mikrobiellen, immunologischen, toxikologischen und feuchtigkeitsbezogenen Eigenschaften von Innenraumluftproben durchgeführt. Mithilfe eines umfassenden Gesundheitsfragebogens zu Atemwegserkrankungen wurden Daten von mehr als 9.200 Schülern sowie 645 Mitgliedern der Lehrerschaft an insgesamt 66 Schulen erhoben, die alle auf Feuchtigkeitsschäden und Schimmel kontrolliert wurden. Darüber hinaus wurden an einer Untergruppe aus 25 Schulen bei rund 3.500 Schülerinnen und Schülern spirometrische Messungen der Lungenfunktion durchgeführt. Mehr als 500 Schülerinnen und Schüler mit Asthma oder Asthmasymptomen und 180 Lehrer wurden in einer Längsschnittstudie zur Gesundheit beobachtet. Parallel dazu erfolgten umfangreiche Expositionsbewertungen und Probennahmen an den untersuchten Schulen, wobei man sich auf zahlreiche biologische Wirkstoffe konzentrierte sowie chemische und physikalische Parameter bewertete. Wissenschaftler berichteten von verschiedenen Arten von Feuchtigkeits- und Schimmelproblemen an 24 bis 47 % der Schulen in Finnland, den Niederlanden und Spanien, wobei die Art, Häufigkeit und Schwere dieser Feuchtigkeitsprobleme in den unterschiedlichen geographischen Regionen variierte. Feuchtigkeitsschäden in Schulen wirken sich vor allem im nördlichen Klima nachteilig auf die Atemwege der Schüler aus. Lehrerinnen und Lehrer, die in feuchten Schulgebäuden arbeiten, haben ein höheres Risiko auf Symptome der oberen und unteren Atemwege. Dies unterstreicht die Bedeutung, welche Feuchtigkeit und Schimmel an Arbeitsplätzen in geschlossenen Räumen für die öffentliche Gesundheit haben. In den untersuchten Schulen wurde eine umfangreiche Menge an mikrobiellen Expositionen im Innenraum gemessen. Dazu gehörten Pilze und bakterielle Subtypen, allgemeine Marker für die mikrobielle Exposition wie Endotoxin sowie Mykotoxine und entzündungsfördernde Stoffe in abgelagertem Staub. Der Endotoxinspiegel in Schulen war deutlich höher als in Wohnräumen. Dies weist darauf hin, dass das in Schulen zu findende Endotoxin erheblich zur Gesamtbelastung durch Endotoxin von Kindern und Lehrern beitragen kann. Mehrere der gemessenen mikrobiellen Expositionen standen im Zusammenhang mit Feuchtigkeitsschäden und Nässe in den Schulen. Allerdings waren diese Ergebnisse zwischen den Ländern meist nicht konsistent. Die Forscher fanden große zeitliche, geographische und räumliche Variationen bei den mikrobiellen Expositionen zwischen den einzelnen Ländern, was die Bedeutung von Längsschnittstudien und wiederholten Messungen zur Beurteilung der Gesundheit der Atemwege in Reaktion auf mikrobielle Expositionen bei Kindern und Erwachsenen hervorhebt. Ihre zweite eingehende Studie befasste sich dann mit den langfristigen Auswirkungen von biologischen Schadstoffen in der häuslichen Umgebung auf die Gesundheit von Erwachsenen. Die Wissenschaftler analysierten biologische Stoffe in 1000 Hausstaubproben aus 21 Gebieten in Europa, die vom European Community Respiratory Health Survey (ECRHS II) beigetragen wurden, und identifizierten verschiedene Faktoren, die die Intensität der mikrobiellen Verunreinigungen in den Häusern beeinflussen. Die Forscher entdeckten enorme geografische Unterschiede bei der mikrobiellen Exposition in Häusern in ganz Europa und kamen zu dem Schluss, dass inkohärente Beobachtungen der gesundheitlichen Auswirkungen von Endotoxin teilweise auf die geographische Heterogenität der Exposition zurückzuführen seien. Höhere Expositionen mit Bakterien und Pilzgattungen, die mit DNA-basierten Methoden gemessen wurden, wurden mit bestimmten aktuellen Atemwegs- und asthmatischen Symptomen verbunden, was sowohl auf negative als auch auf schützende Effekte von mikrobiellen Expositionen in Wohnungen rückschließen lässt. Schließlich integrierte ein dritter Teil des Projekts mehrere laufende europäische Kinderkohorten, wobei der Schwerpunkt auf den langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen von biologischen Wirkstoffen lag. Expositionsdaten von verschiedenen Zeitpunkten während des Lebens wurden mit umfassenden Informationen über die Gesundheit der Kinder, die bereits in diesen Kohorten gesammelt wurden, kombiniert. Eine erste Analyse ergab, dass die Ebenen und Determinanten der allgemeinen Marker von mikrobiellen Expositionen in Innenräumen in ganz Europa variierten. Dies könnte eine Rolle bei der unterschiedlichen Prävalenz von Asthma und Allergien in den einzelnen Ländern spielen. Die Ergebnisse der Studie sollen zu einem besseren Verständnis der Rolle biologischer Wirkstoffe sowohl bei negativen als auch positiven gesundheitlichen Auswirkungen auf die Atemwege und Allergien und den diesen Beobachtungen zugrundeliegenden Mechanismen führen. HITEA hat neue Daten über die Merkmale, Determinanten und möglichen gesundheitlichen Auswirkungen von Innenraummikroben produziert und neuartige Methoden zur Ermittlung der Expositionsbewertung dieser Wirkstoffe eingeführt. Das Projekt hat neue Erkenntnisse über Innenraumexposition in Bezug auf Feuchtigkeit und Feuchtigkeitsschäden in Schulen geliefert und die Relevanz dieses Themas für das öffentliche Gesundheitswesen hervorgehoben. Diese Ergebnisse sollen sich nun auf die Art und Weise auswirken, wie Schulgebäude instandgehalten werden.Weitere Informationen erhalten Sie hier: HITEA http://www.hitea.eu/ World Asthma Day http://www.ginasthma.org/World-Asthma-Day

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Finnland