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Neue Formen der medizinischen Versorgung über mobile Geräte, die Ihr Leben verändern könnten

Mit "Mobile eHealth" (e-Gesundheit per Mobilgerät) wird die Verwendung mobiler Endgeräte für die medizinische Versorgung und andere Aufgaben im Gesundheitswesen bezeichnet. Am häufigsten handelt es sich dabei um die Verwendung von Mobiltelefonen, Tablet-Computern und Personal ...

Mit "Mobile eHealth" (e-Gesundheit per Mobilgerät) wird die Verwendung mobiler Endgeräte für die medizinische Versorgung und andere Aufgaben im Gesundheitswesen bezeichnet. Am häufigsten handelt es sich dabei um die Verwendung von Mobiltelefonen, Tablet-Computern und Personal Digital Assistants (PDA) für die direkte Kommunikation mit Anbietern medizinischer Versorgungsleistungen oder für den Zugriff auf medizinische Informationen. Im traditionellen Gesundheitsversorgungsbereich müssen sich Menschen, auch solche mit eingeschränkter Mobilität, zur Klinik oder ins Krankenhaus begeben. Und umgekehrt kommt der Anbieter medizinischer Leistungen zum Patienten. Doch könnte die Versorgung durch elektronische Gesundheitsdienste, bei denen die Fahrt zum Patienten oder zum Krankenhaus nicht notwendig ist, möglicherweise viel effizienter sein. Allerdings sind die Einrichtung, Akzeptanz und Nutzung mobiler elektronischer Gesundheitsdienste noch nicht sehr weit verbreitet. Das von der EU finanzierte Projekt MOVINGLIFE (''Mobile eHealth for the vindication of global lifestyle change and disease management solutions") erforschte unter der Leitung des spanischen Unternehmens Atos Möglichkeiten, um die Verbreitung mobiler elektronischer Gesundheitslösungen zu beschleunigen, die letztlich zu einer besseren und effizienteren medizinischen Versorgung der Nutzer führen könnte. Die wichtigste Leistung des Projekts waren Roadmaps für die technologische Forschung, die Umsetzung in die Praxis und die politische Unterstützung. Um diese Roadmaps zu erstellen, übernahmen die Projektpartner zunächst eine Reihe spezifischer Aufgaben, darunter eine detaillierte Beschreibung des aktuellen Sachstands und der Trends. Das Team entwickelte mögliche Szenarien für mobile e-Gesundheitsanwendungen und identifizierte technologische und politische Lücken. Die Partner nahmen eine globale Perspektive ein. Sie betrachteten aktuelle und bewährte Verfahren in Industrie- und Entwicklungsländern. So konsultierten sie etwa Experten aus Ländern wie Brasilien und Indien. Die Roadmaps von MOVINGLIFE sprechen eine Reihe grundsätzlicher Fragen an, wie: Technologieoptionen für Anwendungen und Dienste; Optionen für neue und verbesserte medizinische Leitlinien; Nutzerbefähigung, Akzeptanz, Ethik und Datenschutz; das sozio-ökonomische Umfeld sowie den politischen und rechtlichen Rahmen. Die Partner berücksichtigten auch spezifische technische Aspekte wie Ausfallsicherheit des Netzwerkes, Interoperabilität und Sicherheit. Das Projekt schloss auch die Validierung und die Folgenabschätzungen in ausgewählten Bereichen ab. Dabei kamen anerkannte Methoden zur Bewertung medizinischer Technologie sowie Simulationen von mobilen e-Gesundheitsanwendungen im täglichen Leben zur Anwendung. Die Projektpartner glauben, dass ihre Arbeit zu einem besseren Verständnis der Möglichkeiten mobiler e-Gesundheitsanwendungen beigetragen hat, die Anbietern medizinischer Versorgung zur Verfügung stehen. Mit diesem Verständnis sollte Europa besser in der Lage sein, die Forschungspolitik festzulegen. Weiterhin wird es in die Geschäfts- und Rahmenbedingungen einfließen, die erforderlich sind, um mobile elektronische Gesundheitsdienste sowohl für den privaten als auch für den öffentlich finanzierten Sektor zu entwickeln. Und wer wird davon profitieren? Jeder und jede, der oder die medizinische Versorgung jemals benötigen könnte - d. h., alle Europäer. Das Projekt wurde mit 498 960 EUR von der EU finanziert.Weitere Informationen sind abrufbar unter: MOVINGLIFE http://www.moving-life.eu/news.php Projektdatenblatt Atos http://es.atos.net/es-es/

Länder

Belgien, Dänemark, Italien, Vereinigtes Königreich

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22 Juni 2016