Kommissionsmitglied Cresson prüft erreichten Stand beim Dritten Aktionsbereich und bei CORDIS
CORDIS stand im Mittelpunkt einer Tagung, die von Kommissionsmitglied Edith Cresson für den 7. April 1995 nach Luxemburg einberufen war. Teilnehmer waren V. Parajon, Stellvertretender Generaldirektor der GD XIII (Telekommunikation, Informationsmarkt und Nutzung der Forschungsergebnisse) und G. Grata, der für die Umsetzung der Maßnahmen des dritten Tätigkeitbereichs zuständige Direktor. Im dritten Bereich des 4. Rahmenprogramms der Europäischen Gemeinschaft im Bereich der Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration (1994-1998) geht es um die Verbreitung und Nutzbarmachung der erzielten Forschungsergebnisse. Dieser Bereich fällt in die Zuständigkeit von Frau Cresson ebenso wie Wissenschaft, Forschung und Entwicklung (GD XII), die Gemeinsame Forschungsstelle (GFS) und allgemeine und berufliche Bildung, Jugend (GD XXII). Frau Cresson zeigte sich von einer Vorführung von CORDIS sehr beeindruckt und nahm zur Breite des interdisziplinären Charakters dieses Dienstes Stellung. Als Anregung schlug sie vor, daß auch Informationen aus Programmen, die zwar nicht direkt in den Bereich Forschung und technologische Entwicklung fallen, aber in vielen Fällen einen bedeutenden wissenschaftlichen und technologischen Inhalt aufweisen, aufgenommen werden sollten. Als Beispiel wurden die Programme zur Regionalpolitik genannt. Die Bedeutung, die der Information der Öffentlichkeit über die Arbeit der Kommission zukommt, stellte einen weiteren Aspekt in den Ausführungen von Frau Cresson dar. In diesem Zusammenhang verwies sie besonders auf den VIPS-Presseinformationsdienst von VALUE (Spezifisches Programm zur Verbreitung und Nutzung der Ergebnisse der wissenschaftlichen und technischen Forschung), der mit seiner Arbeit Journalisten im Wissenschafts- und Technologiebereich in ganz Europa mit den Ergebnissen der Forschungsprojekte des Rahmenprogramms vertraut macht. Dieser 1992 gegründete Dienst soll auch im Rahmen des dritten Aktionsbereichs aktiv werden. Auf der Tagung kamen auch Probleme des geistigen Eigentums zur Sprache. Frau Cresson verwies darauf, daß es wichtig ist, Verständnis dafür zu haben, daß die europäischen Unternehmen ihre Erfindungen schützen möchten. Im Zusammenhang mit dem dritten Aktionsbereich machte Herr Grata auf weitere Aspekte aufmerksam: EIMS (Beobachtungsstelle für Innovationen in Europa), Verbindungsbüros und Unterstützung beim Technologietransfer und bei technischen Validierungsprojekten. Die Mitarbeiter der Direktion von Herrn Grata machte Frau Cresson mit künftigen Trends in der Forschungspolitik bekannt. Im Anschluß nahm Frau Cresson an einer Tagung des Industrierats teil.