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Methoden zur Bewertung des regionalen Innovationspotentials in der EUpotential

1994 brachte ein Expertenteam der EU ein wichtiges SPRINT-EIMS-Projekt zum Abschluß (EIMS = European Innovation Monitoring System = Beobachtungsstelle für Innovationen in Europa). Ziel des Projekts war eine "horizontale" Untersuchung der Methoden, die bei der Bewertung des reg...

1994 brachte ein Expertenteam der EU ein wichtiges SPRINT-EIMS-Projekt zum Abschluß (EIMS = European Innovation Monitoring System = Beobachtungsstelle für Innovationen in Europa). Ziel des Projekts war eine "horizontale" Untersuchung der Methoden, die bei der Bewertung des regionalen Innovationspotentials und der regionalen Innovationsinfrastruktur in der EU angewandt werden. Die Schlußfolgerungen der Untersuchung werden in Kürze von der Kommission veröffentlicht. Bei der Untersuchung wurden Studien auf folgenden Gebieten ausgewertet: Erfassung und Bewertung regionaler technologischer Innovationsdienste und -strukturen, innovative Netze und sonstige Fragen im Zusammenhang mit dem regionalen Innovationspotential. Folgende Haupttendenzen wurden festgestellt: - Die Studien stellen vornehmlich auf Problemlösungen ab, weniger auf Erkenntnisgewinn. - Die lineare Sichtweise von Innovation dominiert die regionale Innovationsbewertung: traditionelle Methoden und Indikatoren messen vornehmlich faktorielle Zugewinne, weniger die Dynamik eines Systems. - Prozeßindikatoren sind weder besonders robust noch reproduzierbar. - Ein interaktiver Ansatz setzt voraus, daß qualitative Daten im Vordergrund stehen. - Der Öffnungsgrad regionaler Innovationssystems wird selten berücksichtigt. - Der Inhalt von Bewertungsstudien ist von der Ausrichtung der diesbezüglichen strategiepolitischen Maßnahmen abhängig. - Regionale Daten zum Innovationspotential sind begrenzt und von geringer Qualität. Aus diesen Schlußfolgerungen ergibt sich die Notwendigkeit, nach und nach zu einer Systemmethodik überzugehen, die der Interaktion zwischen den einzelnen Komponenten und Faktoren des Innovationsprozesses sowohl lokal als auch extern Rechnung trägt. In dieser Hinsicht gibt es keine optimale Methodik. Dies würde bedeuten, daß Regionalplaner, die sich um ein besseres Verständnis des Innovationsprozesses in ihrer Region bemühen, ein "eklektisches" Instrumentarium benutzen müßten, um die einzelnen Dimensionen eines "regionalen Innovationssystems" zu bewerten. Der zusammenfassende Bericht präsentiert die Palette der möglichen Methoden, die in der EU empirisch erprobt wurden. Er ist bei der "Technical Assistance Unit" der Europäischen Kommission (GD XIII) erhältlich (siehe unten).