Zusammenarbeit über Netze von Kommunalbehörden und Stadtverwaltungen in der Europäischen Union und in den beihilfefähigen Drittländern im Mittelmeerraum
Art der Ausschreibung: Dienstleistungsauftrag; Gegenstand: Programm Med-Urbs zur dezentralisierten Zusammenarbeit zwischen Kommunalbehörden in der Europäischen Union und in den beihilfefähigen Drittländern im Mittelmeerraum (MDL); Vergabestelle: Europäische Kommission, GD I (Außenwirtschaftsbeziehungen). Beschreibung: Der folgende Text wurde auszugsweise aus der ECHO-Datenbank TED (Tenders Electronic Daily) übernommen. Einzelheiten sind TED, dem Amtsblatt oder den anzufordernden Ausschreibungsunterlagen zu entnehmen: Im Rahmen der Politik der Europäischen Union zur Schaffung einer euro-mediterranen Partnerschaft hat die Generaldirektion für Außenwirtschaftsbeziehungen der Europäischen Kommission das Med Urbs-Programm entwickelt, um eine dezentralisierte Zusammenarbeit zwischen Kommunalbehörden in der Europäischen Union und in den beihilfefähigen Drittländern im Mittelmeerraum (MDL) zu fördern. Bei diesen Ländern handelt es sich um Algerien, Ägypten Israel Jordanien Libanon Zypern Malta Marokko Syrien Tunesien Türkei und die besetzten Gebiete. Das Programm soll bestehende Massnahmen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit mit den Drittländern im Mittelmeerraum (MDL) ergänzen. Im Anschluß an eine Anlaufphase im Jahre 1993 ist Med Urbs 1994 in seine Konsolidierungsphase getreten. Die Projekte wurden auf jährlicher Basis kofinanziert. Dieser Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen dient der Auswahl von Med Urbs-Netzen, die ab Januar 1996 auf einer Zweijahresbasis von der Europäischen Gemeinschaft mitfinanziert werden. Die Kofinanzierung des zweiten Jahres ist Gegenstand einer Bewertung, die Ende 1996 durchgeführt wird. 2. Ziele des Med Urbs-Programms Die Zielsetzung des Med Urbs-Programms besteht darin, durch Schaffung von Verbindungen zwischen Kommunalbehörden in den MDL und der EU die Kommunalverwaltungen darin zu unterstützen, die Hauptziele der Mittelmeerpolitik der Europäischen Union zu verfolgen: wirtschaftliche Entwicklung, soziale Stabilität, Umweltmanagement sowie Lebensqualität. Von besonderer Wichtigkeit sind hierbei Qualitätsverbesserung der Kommunalverwaltung, zunehmende Dezentralisierung und Stärkung der Demokratie. Im Rahmen des Med Urbs-Programms soll schließlich folgendes gefördert werden: - die Schaffung oder Stärkung transmediterraner Netze von Kommunalbehörden in Europa und Drittländern im Mittelmeerraum; - netzinterner Austausch von Erfahrung und Know-how in den Bereichen Stadtverwaltung und -entwicklung; - die Entwicklung einer dauerhaften Zusammenarbeit zwischen vernetzten Partnern; - Versuche, die bürgerliche Gesellschaft aktiv in die Aktivitäten der Netze einzubeziehen; - Verbreitung der im Rahmen der Med Urbs-Netze gewonnenen Erfahrungen und erzielten Ergebnisse. 3. Teilnehmer Das Med Urbs-Programm steht Netzen offen, die für die Realisierung eines Kooperationsprojekts demokratisch gewählter Kommunalbehörden in Europa und den MDL geschaffen worden sind. Ein Netz mfss Stadtverwaltungen oder Kommunalbehörden aus wenigstens zwei MDL und zwei Mitgliedstaaten der Europäischen Union einschließen. Ein Netz kann aus bis zu 6 Partnern bestehen, was jedoch nur möglich ist, wenn die Notwendigkeit von mehr als 4 Partnern im Vorschlag klar dargelegt wurde. Netze, die in vorhergehenden Jahren am Programm teilgenommen haben, müssen neue Vorschläge einreichen, falls sie ihre Tätigkeit innerhalb des Med Urbs-Programms fortsetzen wollen. Ihre Aufgabe ist es, innerhalb der Netze auf Aktivitäten der Vorjahre aufzubauen sowie Vorschläge einzureichen, in denen die Erfahrung des Med Urbs-Programms deutlich eingebracht wurde. Die Europäische Kommission ermuntert besonders Städte und Kommunalbehörden der MDL, Vorschläge einzureichen und, wenn möglich, die Funktion des Projektleiters zu übernehmen. 4. Projektbereiche des Med Urbs-Programms Projekte müssen sich mit Fragen der städtischen Verwaltung und Entwicklung befassen und für die Kommunalbehörden der MDL von Nutzen sein. Die drei Hauptprojektbereiche sind: 1. städtische Verwaltung 2. soziale und wirtschaftliche Entwicklung in Städten, 3. Umwelt innerhalb von Städten Projekte sollten die oben genannten Bereiche betreffen und darüber hinaus jene Bevölkerungsschicht in den MDL klar benennen, die letztendlich Nutznießer ihrer Tätigkeiten ist. Die Projektinhalte sowie die Notwendigkeit der angezeigten Maßnahmen sollen deutlich hervorgehen. Die Projekte sind vom Stadtverwaltungspersonal zu beaufsichtigen und auszuführen, müssen konkrete und genau dargelegte Ziele aufweisen sowie einen detaillierten und einheitlichen Arbeitsplan über 2 Jahre beinhalten.Weitere Informationen und Antragsformulare: European Commission; Directorate-General for External Economic Relations; Unit 1/H/2; 200 rue de la Loi (SC 14 8/40); B-1049 Brussels; Fax +32-2-2990204
Länder
Griechenland