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Kommission bringt operationelle Programme im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative ADAPT auf den Weg

Kommissionsmitglied Padraig Flynn erklärte am 25. Mai 1995, daß die Kommission 14 operationelle Programme gebilligt hat, die im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative Anpassung der Arbeitnehmer an den industriellen Wandel in den Jahre 1995 bis 1999 durchgeführt werden sollen. Aus...

Kommissionsmitglied Padraig Flynn erklärte am 25. Mai 1995, daß die Kommission 14 operationelle Programme gebilligt hat, die im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative Anpassung der Arbeitnehmer an den industriellen Wandel in den Jahre 1995 bis 1999 durchgeführt werden sollen. Aus dem Europäischen Sozialfonds sollen für diese Programme Mittel von mehr als 1,4 Mrd. ECU bereitgestellt werden. Mit Ausnahme von Finnland, Österreich und Schweden, für die die Annahme eigener Programme wahrscheinlich im September erfolgt, gelten die Programme für sämtliche Mitgliedstaaten. Kommissionsmitglied Flynn verwies auf den sich vollziehenden Wandel und unterstrich, daß die Handelsstrukturen und der Erfolg in der Zukunft von der Fähigkeit zur Anpassung an diesen Wandel abhingen. 80% der gegenwärtig in der Produktion eingesetzten Technologie sei am Ende dieses Jahrhunderts veraltet, während 80 % der die neuen Ersatztechnologien bedienenden Menschen bereits heute im Arbeitsprozeß stehen. Die Gemeinschaftsinitiative ADAPT ist auf einen aktiven Ansatz zur Verbesserung der Anpassungsfähigkeit der Arbeitnehmer an die in Zukunft erforderlichen und sich aus dem industriellen Wandel ergebenden Fertigkeiten und Qualifikationen gerichtet. Nahezu 600.000 Menschen werden in den Genuß der Gemeinschaftsinitiative ADAPT kommen, wobei es sich hauptsächlich um Personen handelt, die im Zuge des industriellen Wandels von Arbeitslosigkeit bedroht sind, denen aufgrund von Unternehmensumstrukturierungen gekündigt wurde oder die zeitweilig beschäftigungslos sind. Die vier miteinander verknüpften Ziele von ADAPT beziehen sich auf folgendes: - Förderung der Anpassungsfähigkeit der Arbeitnehmer an den industriellen Wandel: Unter Zugrundelegung künftiger Trends und bei entsprechender Ausbildung soll gesichert werden, daß im Beschäftigungsverhältnis stehende Arbeitnehmer die zukünftig von ihnen verlangten Fertigkeiten besitzen. - Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit in den Bereichen Industrie, Dienstleistungen und Gewerbe Durch die Anpassung der Arbeitnehmer an die Erfordernisse des industriellen Wandels erhöht sich durch die Einführung neuer Technologien und Produktionssysteme eine bessere Nutzung vorhandener Ressourcen, eine Senkung der Kosten und eine verbesserte Produktqualität die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Wettbewerbsvorteile werden auch aus verstärkter Innovationstätigkeit mit dem entsprechend ausgebildeten Mitarbeiterstab erzielt. - Erhöhung des Qualifikationsniveaus und Verbesserung von Flexibilität und Mobilität zur Verhinderung von Arbeitslosigkeit: Mit der ADAPT-Initiative wird das Fortbestehen der Unternehmen bei Sicherung bestehender Arbeitsplätze anvisiert. Grundlage dafür bilden die erforderlichen Veränderungen, eine entsprechendes Ausbildungsniveau und eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit. - Schaffung neuer Arbeitsplätze und Geschäftsfelder speziell bei den KMU: Mit ADAPT sollen nicht nur bestehende Arbeitsplätze gesichert, sondern auch neue geschaffen werden. Hier kommt es mit Blick auf die Erhöhung des Beschäftigungspotentials besonders auf die KMU an, sich die Möglichkeiten des Entstehens neuer Märkte und die Entwicklung neuer Geschäftsfelder zunutze zu machen. Zum Erreichen dieser Ziele müssen die im Rahmen von ADAPT entwickelten und unterstützten Projekte transnational und innovativ sein und damit die Tatsache widerspiegeln, daß es sich bei ADAPT um ein Instrument der Politik mit tatsächlicher Gemeinschaftsdimension handelt und der innovative Charakter sowohl im technischen Inhalt als auch bei den Ergebnis zum Tragen kommt. Damit soll es möglich sein, die gesammelten Erfahrungen auf andere wichtige Programme zu übertragen oder in Maßnahmen auf einzelstaatlicher Ebene umzusetzen. Die Billigung der operationellen Programme durch die Kommission ermöglicht es den Mitgliedstaaten, zur Vorlage von Projekten aufzufordern (Einsendeschluß: 15. September), so daß mit den Projekten im November begonnen werden kann.