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Inhalt archiviert am 2022-11-18

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Aufforderung zur Einreichung von Projektvorschlägen des EGKS-Programms "Kohleforschung" für die Bereiche Bergbautechnik und Kohlenutzung

Art der Ausschreibung: Dienstleistungsauftrag; Gegenstand: Untersuchung verschiedener Themen im Zusammenhang mit der Stabilität von Bergwerken; Vergabestelle: Europäische Kommission, GD XVII (Energie). Beschreibung: Der folgende Text wurde auszugsweise aus der ECHO-Datenbank ...

Art der Ausschreibung: Dienstleistungsauftrag; Gegenstand: Untersuchung verschiedener Themen im Zusammenhang mit der Stabilität von Bergwerken; Vergabestelle: Europäische Kommission, GD XVII (Energie). Beschreibung: Der folgende Text wurde auszugsweise aus der ECHO-Datenbank TED (Tenders Electronic Daily) übernommen. Einzelheiten sind TED, dem Amtsblatt oder den anzufordernden Ausschreibungsunterlagen zu entnehmen: In Anwendung des Artikels 55 des Vertrags über die Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl führt die Europäische Kommission ein Kohleforschnungsprogramm durch, dessen Ziele und Inhalte in den mittelfristigen Leitlinien für die technische Forschung Kohle 1994-1999 (ABl. Nr. C 67 vom 4.3.1994) aufgeführt sind und in dessen Rahmen finanzielle Unterstützung für die Bereiche Bergbautechnik und Kohlenutzung gewährt wird. Die Unterstützung beträgt normalerweise 60 % der zuschußfähigen Gesamtkosten der für eine Unterstützung ausgewählten Projekte. Alle Personen oder Einrichtungen in der Union können Fördermittel beantragen; die Förderrichtlinien sind in einer Veröffentlichung der Kommission (ABl. Nr. C 159 vom 24.6.1982) dargelegt. Das Programm wird jedes Jahr durchgeführt und deckt normalerweise den gesamten Bereich der Forschungsthemen ab, die in den mittelfristigen Leitlinien beschrieben sind. Aufgrund der bereits angekündigten Beschränkungen im EGKS-Forschungshaushalt hat die Kommission jedoch entschieden, daß das Programm für 1996 auf eine kleine Anzahl besonders wichtiger Themen ausgerichtet wird, die einen besonderen Einfluß auf den Umweltschutz haben und auf eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit der Kohle abzielen. Weiterhin wurde entschieden, daß man sich besonders auf Projekte konzentrieren wird, die einen hohen Grad an Zusammenarbeit aufweisen, um die vorhandenen Finanzmittel so effektiv wie möglich zu nutzen. Anträge auf finanzielle Unterstützung sollten sich im Rahmen zielgerichteter Gemeinschaftsprojekte mit den unten beschriebenen neun Bereichen befassen. Projekte in diesen Bereichen müssen von Personen oder Organisationen aus wenigstens zwei oder mehr Mitgliedstaaten der Union eingereicht und durchgeführt werden, wobei besonderer Wert auf den Ergebnis- und Erfahrungsaustausch zwischen den Partnern während der Durchführung des Projektes gelegt wird. - Ausbau beständiger Hauptstrecken: Da die Tiefe der Bergwerke zunimmt, wird das Problem der Stabilität der Hauptstrecken immer akuter. Wartungs- und Reparaturkosten nehmen exponentiell mit der Tiefe zu, weshalb eine Untersuchung folgender Themen erforderlich ist: . Verbesserung grundlegender Kenntnisse über (und Entwicklung von Maßnahmen gegen) Gesteinsverwitterung von Hauptstrecken in Bergwerken einschließlich der Auswirkungen von Streckenabnutzung, Grundwasser, Feuchtigkeit und Temperaturen; . Modellierung und Messung geomechanischer Eigenschaften und Festlegung geeigneter Ausbauten und Ausbaukombinationen; . Verbesserung des Gesteinsbewehrungsmaterials und der Plazierungsmethoden zur Gewährleistung langfristiger Zuverlässigkeit; . Verminderung horizontaler Streckenkonvergenz; . Entwicklung neuer Methoden der Hangendpflege und -konsolidierung in großen Tiefen; . Eigenschaften von Injektionsmaterialien. - Anwendung geophysikalischer und geodätischer Methoden zur Strukturbestimmung und Oberflächenüberwachung: . Integrierte Anwendung verschiedener seismischer und nichtseismischer Methoden über Tage, im Bergwerk und am Bohrloch zur Bestimmung der geologischen Struktur von Kohlelagerstätten und auf verschiedene Abbauprobleme im Zusammenhang mit alten und neuen Grubentätigkeiten (z. B. Entdeckungen von Hohlräumen, Bodenspannungsmessungen, Oberflächenprobleme). - Verbesserung der Wetterführung und Klimaüberwachung: Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet sollten auf eine Leistungsverbesserung und Kostensenkung der Wetterführung und Klimaüberwachung, insbesondere durch folgende Maßnahmen abzielen: . verbesserte Software für die Vorhersage des Grubenklimas; . Entwicklung eines dynamischen Wetterführungssystems, möglichst mit Zirkulationsluft; . Untersuchung von Möglichkeiten für neue Belüftungsverfahren mit pumpenbewehrten Satellitenbohrungen; . verbesserte Modellierung und Entwicklung optimaler Überwachung und Kontrolle moderner Bergbaubedingungen und -praktiken; . Untersuchung von Selbstentzündungsproblemen. . Umweltprobleme durch Wasserabfluß und Gasemissionen aus den Gruben; . Beurteilung der Gefahren für die Oberfläche durch Wasserbewegung und Gasemissionen; . hydrogeologische Modellierung und Validierung sowie Untersuchung der langfristigen Auswirkungen der Flüssigkeitsmigration, insbesondere auf die Stabilität; . Bestimmung der Gesetzmäßigkeiten der Methandesorption von teilweise überfluteten Zonen; . Entwicklung und Anwendung von Überwachungsmethoden; . Untersuchung von Strategien für die Steuerung von Gas und Wasser; . Untersuchung zur Nutzung alter Zechen und Empfehlungen für die Stillegung von Zechen. - Verbesserung der Aufbereitung, des Transports und der Handhabung von Kohle; Der Schwerpunkt sollte auf der Qualität des Kohleerzeugnisses und ihrer Auswirkung auf die anschließende Veredelung und Nutzung liegen. Bereiche von besonderem Interesse: . bessere Aufbereitung von Steinkohle und Braunkohle für die Herstellung von Fertigbrennstoffen; . bessere Kontrolle der Kohleeigenschaften im Hinblick auf den Endverbrauch; . Verbesserung der Wartung von Kohleaufbereitungsanlagen; . Anlagenüberwachung und Fehlerbewertung durch Vibrationsanalyse. - Beurteilung der Qualität von Hochofenkoks: Die Entwicklungen in der Hochofentechnologie haben dazu geführt, daß je Tonne Roheisen erheblich weniger Koks verbraucht wird, und daß daher strengere Anforderungen an die mechanischen und chemischen Eigenschaften von Koks gestellt werden. Unter diesen Umständen besteht die Notwendigkeit einer Verbesserung und Harmonisierung der in der Europäischen Union verwendeten Methoden zur Beurteilung der Koksqualität. Daher wird die Unterstützung gemeinsamer Forschungsarbeiten zu folgenden Themen vorgeschlagen: . Entwicklung von Korrelationen zwischen Kokseigenschaften und dem Hochofenbetrieb; . Bestimmung der für den modernen Hochofenbetrieb wichtigen Qualitätsmerkmale von Koks; . Normung geeigneter Testverfahren und Anlagen; . Erstellung eines Katalogs mit Anforderungen an Hüttenkoks, der sowohl dem Hersteller als auch dem Verbraucher als gemeinsame Basis für die Zertifizierung der Koksqualität dienen kann. - Verminderung der Umweltverschmutzung durch Koksöfen: In diesem Bereich am wichtigsten ist die Verminderung der Umweltauswirkungen von: . flüchtigen Teilchenemissionen; . Geruchsbelästigung durch Freisetzung polynuklearer aromatischer Kohlenwasserstoffe (PAH) und flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) bei der Koksherstellung und der Gewinnung von Nebenprodukten; . sonstige Belastungen von Luft, Böden und Gewässern. - Bessere Verläßlichkeit, Kontrolle und Prozeßsimulierung unter Anwendung fortgeschrittener Rechnermodelle: Dieses Gebiet umfaßt die Quantifizierung von Schadstoffemissionen, insbesondere aus Vergasungs- und Verbrennungsprozessen und die Untersuchung ihrer Beseitigung. Die Auswirkungen dieser Produkte auf in Kohleumwandlungsanlagen verbautes Material ist wichtig, da es sowohl die Kapital- und Betriebskosten als auch die Lebenserwartung der Anlagen beeinflußt. Auf dem Gebiet der Prozeßsimulierung besteht die Notwendigkeit von Modellierungsstudien für alle Kohleumwandlungsprozesse einschließlich aller herkömmlichen und fortgeschrittenen Verbrennungs- und Vergasungsvorgänge. Wichtigste Zielbereiche sind: . Vorhersage und Kontrolle von Umweltemissionen; . Verbesserung der Prozeßleistung; . Verbesserung des Verständnisses und der Voraussagbarkeit von Kohleumwandlungsprozessen; Verbesserung der Prozeßkontrolle durch betriebliche Daten. - Nutzung fester Kohlerückstände: Obwohl fortschrittliche Kohleumwandlungsverfahren Aussicht auf eine bessere und kostengünstigere Begrenzung der gasförmigen Emissionen bieten, lassen sie neuartige feste und flüssige Rückstände entstehen, deren Bildung und Beseitigung voll berücksichtigt werden muß. Hinsichtlich der festen Abfallstoffe müssen insbesondere die Wirbelschichtverbrennungs- und die Vergasungsverfahren sowie konventionelle Verbrennungssysteme mit Trockenabsorptionssystemen berücksichtigt werden. Aber auch konventionelle Rückstände wie Grubenabfälle, Kraftwerksasche und die Produkte der Rauchgasentschwefelung stellen ein Deponieproblem dar. FuE-Tätigkeiten sind daher erforderlich, um die Möglichkeiten der Nutzung von Rückständen sowie der umweltfreundlichen Rückstandsbeseitigung zu prüfen. Ferner sollten Anwendungen unter Tage, die baustoffliche Nutzung über Tage und die Umwandlung in Baumaterial und sonstige Materialien geprüft werden. Es besteht weiterhin ein Interesse an der Durchführung von Analysen, die das komplette Fließschema von derartigen Kohleumwandlungsprozessen untersuchen und dabei sowohl neue Forschungsschwerpunkte erkunden als auch mittels Wirtschaftlichkeitsanalysen die finanziellen Vorteile aufzeigen, die erreicht werden könnten. Zusätzlich zur Umsetzung der Forschungsarbeiten in den obengenannten Bereichen beabsichtigt die Kommission, einen gewissen Anteil der Haushaltsmittel für 1996 für Einzelprojekte auf folgenden Gebieten zu gewähren. - Bergbautechniken für dünne und dicke steile Flöze: . Verbesserte Mechanisierung der Kohlegewinnung und des Strebausbaus; . verbesserte Leistung im Teilsohlenbruchbau. - Moderne Hilfsmittel für die Datenübermittlung im Bergbau: . Lichtwellenleiter; . "Gateways" zwischen Bussystemen; . Buskoppler für Meßgeräte. - Entwicklung neuer Techniken für die Ausfilterung von Stickoxiden und Schwefeloxiden aus Rauchgasen. Berücksichtigt werden Vorhaben mit begrenztem Kostenumfang, z.B.: . Entwicklung verbesserter, kostengünstiger Absorptionsmittel; . Sorbentien, die beim Ofenausgang eingeblasen werden; . katalytische Rauchgasreinigung bei niedrigen Temperaturen. - Fortgeschrittene Erzeugnisse auf Kohlebasis: Entwicklung neuer, hochwertiger Produkte aus Kohle, wie z.B.: . Absorptionsmittel zur Verringerung der Schadstoffemissionen; . aktivierte Kohle; . Kohlenstoffasern; . Spezialkohle; . Materialien, die durch weitere Veredelung von Kohlen-Nebenprodukten gewonnen werden. Vorhaben in diesen vier Bereichen müssen nicht unbedingt Vorhaben der Zusammenarbeit sein, wenngleich Tätigkeiten in Zusammenarbeit begrüßt werden. Berücksichtigt werden im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel auch weiterhin Projekte, deren erste Phasen unterstützt worden sind und bei denen nachweislich von vornherein beabsichtigt war, um Unterstützung für die späteren Projektphasen nachzusuchen. Projektvorschläge, die nicht solche Fortsetzungen betreffen bzw. nicht unter die oben genannten dreizehn Bereiche fallen, können im Programm 1996 nicht berücksichtigt werden. Aufmachung der Vorschläge bitte entsprechend den Vorgaben in Amtsblatt Nr. 159 vom 24.6.1982Die Anträge sind an folgende Anschrift zu richten: European Commission; DG XVII/D-2; 200 rue de la Loi; B-1049 Brussels

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