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Die Vorteile einer wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und der EU

Dieses EU-finanzierte Projekt, an dem sich Partner aus fünf europäischen Ländern beteiligen, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Kapazitäten für wissenschaftliche Spitzenleistungen und Innovationen in den zellulären und molekularen Neurowissenschaften an einem wichtigen ukrainischen Forschungsinstitut auszubauen.

Grundlagenforschung
Gesundheit

Dabei handelt es sich um eine neue und schnell wachsende Teildisziplin innerhalb des umfangreichen Fachbereichs der Neurowissenschaften, der sich von der Entdeckung der DNA vor etwa 70 Jahren bis hin zu jüngsten Innovationen wie dem Klonen erstreckt. Begünstigt wird sie durch wissenschaftliche Zusammenarbeit. In diesem Kontext der Teamwissenschaft wurde im August 2019 das EU-finanzierte Projekt NEUROTWIN ins Leben gerufen. Kurz vor dem Abschluss (das Projekt endet im Juli 2022), arbeiteten die an der Projektkoordination Beteiligten darauf hin, das Bogomoletz-Institut für Physiologie (BIPH) in Kiew, Ukraine, wieder als internationales Exzellenzzentrum im Bereich der zellulären und molekularen Neurowissenschaften zu etablieren. Zu diesem Zweck initiierten die NEUROTWIN-Partner einen groß angelegten Wissenstransfer, der die Wettbewerbsfähigkeit des BIPH-Forschungsteams durch die Sicherung von Finanzmitteln aus internationalen Fördereinrichtungen stärkt. Seit Beginn des Projekts besteht das übergeordnete Ziel darin, die Qualität zu verbessern – sowohl im Hinblick auf die wissenschaftlichen Resultate durch kontinuierliche Schulungen des Forschungspersonals im akademischen Schreiben, als auch hinsichtlich der Aufbaustudien.

Workshops und Schulungen zur Förderung der Forschung

Laut dem ersten regelmäßigen Projektbericht organisierten die Koordinierenden Workshops zu den Themen Wissenstransfer, Methodik und aktuelle Ansätze sowie zu Protokollen für die Forschungsdokumentation. Die Workshops wurden von führenden ukrainischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern geleitet. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit und mit einem hohen Maß an Interaktion wurden im Projekt außerdem zwei Schulungsveranstaltungen organisiert. Bei der ersten handelte es sich um die wissenschaftliche Sommerwoche. Die zweite war der Studierendenworkshop. Beide Veranstaltungen richteten sich an Nachwuchsforschende. Das Ziel dieser Veranstaltungen, einschließlich zweier Workshops im wissenschaftlichen Schreiben, bestand darin, die Veröffentlichungschancen von Originalforschungsartikeln in hochrangigen internationalen Fachzeitschriften zu erhöhen. Dies ist Teil des Hauptziels von NEUROTWIN: das BIPH zu unterstützen und zu verbessern sowie seine Teilnahme an internationalen Finanzierungs- und Innovationsarenen zu fördern. Dazu wurden im Rahmen des Projekts detaillierte Aktionspläne entwickelt, in denen die Ziele der Kommunikation, Verbreitung und Nutzung festgelegt wurden. Weitere Schritte umfassten die Ermittlung von Interessengruppen und Zielgruppen sowie Risikobewertungen.

Partnerschaften für Exzellenz

Im Bericht des Projekts wird festgestellt: „Die Durchführung des Projekts wird zu einer Verbesserung der wissenschaftlichen und technologischen Kapazitäten des BIPH und der führenden Teilnehmenden auf dem Gebiet der zellulären und molekularen Neurowissenschaften führen. Das Projekt wird zudem dazu beitragen, die Innovationskapazität des BIPH sowie die Wettbewerbsfähigkeit der BIPH-Forschenden bei der internationalen Mittelbeschaffung zu steigern.“ Die Wiedereinführung des BIPH als Exzellenzzentrum wird sicherlich den Wert einer wissenschaftlichen Partnerschaft, die sich auf intensive Zusammenarbeit stützt, unter Beweis stellen. Die Academia Europaea, eine nichtstaatliche Vereinigung von 4 500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie mehr als 70 Nobelpreisträgerinnen und -trägern, hat kürzlich in einer Pressemitteilung auf ihrer Website ein Beispiel für die Bedeutung solcher Netzwerke und Partnerschaften hervorgehoben. Unter Bezugnahme auf die Zusammenarbeit zwischen dem BIPH und des Instituts der Biowissenschaften der Universität Cardiff heißt es dort: „Ein Artikel, der in den renommierten Proceedings of the National Academy of Sciences USA … zum Thema ‚Ca2+ release-activated Ca2+ channel blockade as a potential tool in antipancreatitis therapy‘ veröffentlicht wurde und an dem Forschende der Universität Cardiff und des Bogomoletz-Instituts in Kiew mitgewirkt haben, gehört zu den 20 meistzitierten Artikeln (von insgesamt mehr als 5 000), die in den vergangenen zehn Jahren im Rahmen einer britisch-ukrainischen Zusammenarbeit veröffentlicht wurden.“ Weitere Bemühungen im Rahmen des NEUROTWIN-Projekts sollen das Potenzial für derartige Spitzenleistungen am BIPH erhöhen, den Bereich der zellulären und molekularen Neurowissenschaften voranbringen sowie die wissenschaftliche Partnerschaft zwischen der EU und der Ukraine festigen. Weitere Informationen: NEUROTWIN-Projektwebsite

Schlüsselbegriffe

NEUROTWIN, wissenschaftliche Zusammenarbeit, Exzellenzzentrum, zelluläre und molekulare Neurowissenschaften, Bogomoletz-Institut für Physiologie, Ukraine