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Neues von SMARTEES: Ein Schritt in Richtung nachhaltige Erzeugung, Verwaltung und Nutzung von Energie

Im Oktober 2020 stellte das Results Pack der Sozial- und Geisteswissenschaften in der Energieforschung das Projekt SMARTEES vor, in dem das Konzept der sozialen Energieinnovationen und ihre Entwicklung im Laufe der Zeit untersucht wurde. Wir konnten beobachten, dass die Ergebnisse in ein neuartiges digitales Instrument zur Verbesserung der Politikgestaltung und Entscheidungsfindung eingeflossen sind.

Klimawandel und Umwelt
Gesellschaft
Energie

Als wir das letzte Mal mit Christian A. Klöckner, dem Koordinator des Projekts SMARTEES (Social innovation Modelling Approaches to Realizing Transition to Energy Efficiency and Sustainability) sprachen, bereitete sich das Konsortium gerade darauf vor, alle Forschungsergebnisse zu politischen Maßnahmen und sozialen Innovationen aus zehn Städten und Inseln in Dänemark, den Niederlanden, Rumänien, Schweden, der Schweiz, Spanien und dem Vereinigten Königreich zusammenzutragen. Die Ergebnisse halfen der so genannten Policy Sandbox auf die Sprünge. Das innovative Online-Instrument ermöglicht es den politisch Verantwortlichen, sich von den Schlüsselfaktoren inspirieren und anleiten zu lassen, wenn es um die Planung eines Umstiegs auf nachhaltige Energie- und Mobilitätslösungen geht. Klöckner blickt zurück auf das Projekt, das im Oktober 2021 endete, und resümiert die wichtigsten Ergebnisse. Die Partner haben eine Methode gefunden, um die qualitative und quantitative Verhaltenswissenschaft in der Energiewende mit der Arbeit an sozialen Simulationen zu verbinden. „Das allein zeugt für mich schon von einem großen Durchbruch, denn die von uns entwickelten Simulationsmodelle beruhen auf viel ausgefeilteren verhaltenswissenschaftlichen Mechanismen als die meisten bisherigen Simulationsmodelle in diesem Bereich“, erklärt er. Die politischen Entscheidungsorgane haben die von ihnen entwickelten Simulationsmodelle für nützlich befunden. „In Aberdeen und Barcelona zum Beispiel beteiligten sich die lokalen Entscheidungsorgane aktiv an der Entwicklung der in den Modellen simulierten politischen Szenarien und nutzten die Ergebnisse für ihre strategische Planung“, meint Klöckner. Mithilfe des Projekts konnte ein neues Licht darauf geworfen werden, wie sich soziale Innovationen entwickeln und welche Auswirkungen sie auf die lokale Bevölkerung, einschließlich gefährdeter Gruppen, haben. „Meines Erachtens tragen diese wesentlichen Informationen dazu bei, notwendige Übergänge voranzutreiben und dem Ziel, niemanden zurückzulassen, näher zu kommen“, fügt Klöckner hinzu. Die im Rahmen von SMARTEES begonnene Arbeit führte zu verschiedenen weiteren national und international finanzierten Projekten. So arbeitet Klöckner beispielsweise an BEHAVIOUR mit, einem vom norwegischen Forschungsrat finanzierten Projekt. Hier werden soziale Simulationen energiebezogener Verhaltensweisen in Energiesystem-Modelle integriert. SMARTEES erregte aufgrund seiner ungewöhnlichen Kombination aus sozialwissenschaftlicher Forschung und sozialer Simulation auch die Aufmerksamkeit des litauischen Forschungsrats. Klöckner wurde gebeten, Ratschläge für die Einbindung der Sozial- und Geisteswissenschaften in die interdisziplinäre Forschung zu geben. „Der Erhalt von EU-Mitteln war absolut unerlässlich, da ein Projekt dieser Größenordnung mit einem derartigen transeuropäischen Fokus mit nationalen Mitteln allein nicht zu realisieren gewesen wäre“, so Klöckner abschließend.

Schlüsselbegriffe

SMARTEES, soziale Innovation, Energie, Mobilität, Politik