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Sustainable and Integrated Energy Systems in Local Communities

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Beitrag der Energiemanagementsysteme zur Optimierung lokaler Energieinseln

Soziotechnische Lösungen verbinden neue Technologien mit der Verbraucherbeteiligung, um den Übergang des europäischen Stromsystems zu einer stärker dezentralisierten Struktur zu unterstützen.

Um kosteneffiziente, nachhaltige Energielösungen zu entwickeln, ist ein vielschichtiger Ansatz erforderlich. Neue Speichersysteme, erneuerbare Energiequellen und intelligente Steuerungssysteme haben eine Reihe von Möglichkeiten für ein besseres Management der Stromnetze geschaffen. Das EU-finanzierte Projekt SERENE(öffnet in neuem Fenster), das sich an der Initiative BRIDGE(öffnet in neuem Fenster) beteiligt, hat in drei europäischen Ländern Demonstrationsanlagen errichtet, um zu zeigen, wie lokale Gemeinschaften zur Senkung der Energiekosten und zu einer erhöhten Nutzung von erneuerbaren Energien beitragen können.

Kundenorientierte Lösungen

Der Schlüssel zum Projektansatz liegt darin, die Motivationen der Verbraucher zu verstehen und sie aktiv einzubinden. Erhebungen ergaben, dass die Bürger in Dänemark, den Niederlanden und Polen unterschiedliche Anreize hatten, in erneuerbare Energien zu investieren. Zwei dänische Demonstrationsanlagen arbeiteten mit Anwohnern, Grundstückseigentümern, Versorgungsunternehmen und Interessengruppen zusammen, um die Heizung in Wohngebäuden von fossilen Brennstoffen auf Strom umzustellen. Die niederländischen Demonstrationsstandorte umfassten zwei Wohngebiete mit 24 bzw. 12 Häusern in der Gemeinde Olst. Teil der polnischen Demonstration waren ein Schulgebäude, ein Industriegelände und ein Wohnviertel. Studien machten deutlich, dass die wichtigsten Merkmale, die ein Engagement im lokalen Energiemanagement unterstützen, individualistische Eigenschaften, das Vertrauen in lokale Entscheidungsprozesse, solide finanzielle Ressourcen und der Wunsch nach höheren Einsparungen sind. Wenn sich eine lokale Gemeinschaft als Energieinsel etabliert, tragen all diese Merkmale dazu bei, die Abhängigkeit der Gemeinschaft vom Hauptstromnetz zu verringern. Projektkoordinator Bak-Jensen beobachtet: „Mithilfe von SERENE konnten wir zeigen, dass Energiesysteme auf Gemeindeebene(öffnet in neuem Fenster) nicht länger nur theoretisch sind, sondern auch technisch bereit und in der Lage, echte Vorteile zu liefern. Für die drei am Projekt beteiligten Länder haben wir lokale Energiemanagementsysteme entwickelt, die ihren Stromverbrauch so steuern können, dass er besser auf die lokale Produktion abgestimmt werden kann.“

Integrierte Energiesysteme

Während Europa an der Dezentralisierung seiner Stromnetze arbeitet, ist es essentiell, die Bürgerschaft zu ermutigen, nicht nur Verbraucher, sondern auch Energieerzeuger zu werden. Gemeinschaften, die ihren Energiebedarf verstärkt selbst decken wollen, müssen zusammenarbeiten. „Wir haben Managementsysteme zur Optimierung des Eigenverbrauchs von lokal erzeugter Energie entwickelt. Dies wird erreicht, indem unterschiedliche Bedarfe wie Heizung und Kühlung, das Laden von Elektrofahrzeugen und der allgemeine Verbrauch priorisiert und terminiert werden, sowie durch den Einsatz von Strom- und Wärmespeichern“, erklärt Bak-Jensen. Priorisierung und Terminplanung sind für ein integriertes Energiemanagement unerlässlich. Zu den integrierten Energiesystemen von SERENE gehörten Batterien, Wärme- und Wasserspeicher, Elektrofahrzeuge sowie die Erzeugung erneuerbarer Energie in Form von Photovoltaik. Projektleiter Morten Veis Donnerup merkt an: „SERENE hat es uns ermöglicht, ein skalierbares kommunales Energiemanagementsystem zu entwickeln, das Wärmepumpen, Ladegeräte für Elektrofahrzeuge, Solarwechselrichter und Batterien in Echtzeit steuert.“ Es unterstützt die Nachfragesteuerung, die Spitzenlastreduzierung und den Eigenverbrauch und gewährleistet gleichzeitig den Komfort der Nutzer und die Flexibilität des Netzes.“ Die Projektpartner hoffen, dass die Lösung von SERENE auch in anderen Gemeinden in Europa und darüber hinaus Anwendung finden wird. Neben der kontinuierlichen Weiterentwicklung verbraucherorientierter Energiemanagementsysteme erhofft sich das Projekt auch, dass bestimmte politische Hindernisse beseitigt werden. Die Regulierung des lokalen Energiemanagements ist in jedem der drei Demonstrationsländer unterschiedlich, weshalb sich eine Übertragung auf andere Länder schwierig gestaltet. Eine breitflächige Energieautarkie, bei der die lokalen Gemeinschaften weitgehend autark sind, wird dabei helfen, Europas Ziel einer klimaneutralen Zukunft zu verwirklichen. Mit dem Nachweis der Realisierbarkeit von Energieinseln hat SERENE gezeigt, dass lokale Energieunabhängigkeit möglich ist.

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