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Stellungnahme des Ausschusses der Regionen zu dem Vorschlag für einen Beschluß des Europäischen Parlaments und des Rates über ein Europäisches Jahr für lebenslanges Lernen

Auf seiner Tagung im November 1994 verabschiedete der Ausschuß der Regionen eine Stellungnahme zum Vorschlag für einen Beschluß des Europäischen Parlaments und des Rates über die Veranstaltung eines Europäisches Jahres für lebenslanges Lernen (1996). Der Ausschuß geht davon...

Auf seiner Tagung im November 1994 verabschiedete der Ausschuß der Regionen eine Stellungnahme zum Vorschlag für einen Beschluß des Europäischen Parlaments und des Rates über die Veranstaltung eines Europäisches Jahres für lebenslanges Lernen (1996). Der Ausschuß geht davon aus, daß lokale und regionale Gebietskörperschaften im Rahmen eines solchen Jahres auf zwei Gebieten eine wesentliche Rolle spielen können: - Förderung der Zusammenarbeit auf allen Ebenen zwischen Bildungseinrichtungen und Unternehmen; - Errichtung eines "Europäischen Raumes für allgemeine und berufliche Bildung". Der Ausschuß der Regionen ist der Auffassung, daß die Initiative der Kommission wichtig ist, doch darf es nicht geschehen, daß große, spektakuläre Veranstaltungen das einzig Sichtbare während des Jahres der Bildung sind. Der Ausschuß wünscht ein Informationsprogramm und Netze zum Austausch erprobter Methoden, die einen bleibenden Wert darstellen. Zugang zu Informationstechnologien und ihre Nutzung sowie der Fernunterricht kämen hierfür in Frage. Der Ausschuß fordert die Kommission u.a. auf, die Einberufung einer europäischen Konferenz im Zusammenhang mit dem Jahr des lebenslangen Lernens in Erwägung zu ziehen. Im Mittelpunkt könnte der Zusammenhang zwischen Bildungsurlaubs- und Rotationssystemen sowie lebenslangem Lernen stehen. Der Ausschuß hält es für wichtig, daß das Jahr der Bildung von einer sehr breiten Definition der Begriffe Bildung und Ausbildung ausgeht und auf Offenheit gegenüber neuen Ausbildungs- und Informationstechnologien gründet. Das Jahr der Bildung soll also nicht nur auf arbeitsmarktorientierte allgemeine und berufliche Bildung gerichtet sein, sondern auch den Begriff des "Lernens für das Leben" umfassen und dazu den Einsatz neuer Technologien anstreben. Beispielsweise könnte dies Anleitungsmaßnahmen zum Zugriff auf elektronisch gespeicherte Informationen in Bibliotheken sowie außerschulische Bildungsmaßnahmen umfassen. Da das Jahr der Bildung auch den ost- und mitteleuropäischen Staaten offensteht, mit denen die Europäische Union Assoziierungsabkommen abgeschlossen hat, fordert der Ausschuß die Kommission auf, zweckmäßige Aktionsformen für die Weitergabe von Erfahrungen im Zusammenhang mit der "Bildung als Bestandteil der Erziehung zum Bürger" an die mittel- und osteuropäischen Länder zu erwägen. Der Ausschuß der Regionen schlägt vor, in den Mittelpunkt des Jahres der Bildung folgende Maßnahmen zu stellen: - Aktivierung und Ausbildung Jugendlicher, die sich nur sehr schwer in das herkömmliche Bildungssystem eingliedern lassen; - Bildungshemmnisse. Abschließend empfiehlt der Ausschuß, daß besonders benachteiligten Gruppen wie Behinderten, Flüchtlingen und Zuwanderern und ihrer Bildung besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird.

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