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Stellungnahme des Ausschusses der Regionen zum Grünbuch über die audiovisuelle Politik

Auf seiner Tagung im September 1994 verabschiedete der Ausschuß der Regionen eine Stellungnahme zum "Grünbuch: Strategische Optionen für die Stärkung der Programmindustrie im Rahmen der audiovisuellen Politik der Europäischen Union". Das Grünbuch wurde auf die im Weißbuch ü...

Auf seiner Tagung im September 1994 verabschiedete der Ausschuß der Regionen eine Stellungnahme zum "Grünbuch: Strategische Optionen für die Stärkung der Programmindustrie im Rahmen der audiovisuellen Politik der Europäischen Union". Das Grünbuch wurde auf die im Weißbuch über Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung enthaltene Aufforderung an die Kommission erarbeitet, Wege zum Ausbau und zur Verfeinerung des politischen Instrumentariums vorzuschlagen, mit denen die Position der Fernseh- und Filmprogrammindustrie in Europa bis zum Jahre 2000 gestärkt werden kann. Unter anderem stimmt der Ausschuß der Regionen mit dem Wirtschafts- und Sozialausschuß in der Kritik überein, daß die sozialen und politischen Folgen eines uneingeschränkten Wettbewerbs im audiovisuellen Bereich im Grünbuch nicht genügend Berücksichtigung fanden. Der Ausschuß ist der Meinung, daß es zu Diskussionen darüber kommen muß, wie die Gefahr der Eigentumskonzentration im europäischen Medienbereich abgewendet werden kann, wobei folgende Punkte zu berücksichtigen sind: - Gewährleistung der freien Meinungsäußerung; - Gewährleistung der Möglichkeit zur Auswahl durch den Verbraucher; - Achtung der Menschenrechte; - Gewährleistung regionaler Vielfalt. Der Ausschuß stellt fest, daß seiner Ansicht nach Arbeitsplätze im audiovisuellen Sektor nur geschaffen werden können, wenn mittelständischen Unternehmen und den kleineren Mitgliedstaaten eine realistische Chance auf dem Markt eingeräumt wird. Weiterhin wird vom Ausschuß darauf verwiesen, daß Ausbildungsmaßnahmen in diesem Zusammenhang große Bedeutung zukommt. Der Ausschuß bemerkt, daß die Laufzeit des gegenwärtigen MEDIA-Programms zur Förderung der Entwicklung der europäischen audiovisuellen Industrie 1995 endet, und er spricht sich für die Durchführung eines Programms MEDIA II mit einer Laufzeit bis zum Jahr 2000 aus. Der Ausschuß ist im übrigen der Meinung, daß Programme wie MEDIA einen größeren räumlichen Geltungsbereich haben sollten, um der regionalen Vielfalt Rechnung zu tragen. Abschließend gibt der Ausschuß seiner Hoffnung Ausdruck, daß die Kommission die audiovisuelle Politik erfolgreich koordinieren kann, so daß - eine europäische Film- und Fernsehindustrie aufgebaut wird, die . zukunftsorientiert ist und . neue Arbeitsplätze schaffen kann.