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Kommissionsmitglied Wulf-Mathies unterstreicht die Bedeutung der Rolle der Regionen bei der Entwicklung der Informationsgesellschaft

In einer Ansprache vor dem Ausschuß der Regionen betonte das für Regionalpolitik zuständige Kommissionsmitglied Monika Wulf-Mathies kürzlich die Bedeutung, die den Regionen bei der Entwicklung der Informationsgesellschaft zukommt. Monika Wulf-Mathies merkte an, daß die Euro...

In einer Ansprache vor dem Ausschuß der Regionen betonte das für Regionalpolitik zuständige Kommissionsmitglied Monika Wulf-Mathies kürzlich die Bedeutung, die den Regionen bei der Entwicklung der Informationsgesellschaft zukommt. Monika Wulf-Mathies merkte an, daß die Europäische Union und in ihr besonders die an der Peripherie gelegenen Regionen auf das Entstehen der Informationsgesellschaft besser vorbereitet sein müssen, als es Europa seinerzeit im Zusammenhang mit der industriellen Revolution gewesen ist. Wichtiges Anliegen der Regionalpolitik sei es, in den kommenden Jahren die Herausbildung einer aus zwei Klassen bestehenden Telekommunikationsgesellschaft zu verhindern: "Vom regionalen Standpunkt aus gesehen wäre das Ideal der europäischen Informationsgesellschaft dann erreicht, wenn die Bürger der EU, ihre Unternehmen und Organisationen in allen Regionen Zugang zu den Netzen haben, sie sich diese leisten können, Gebrauch von ihnen machen, und sie über einen Kenntnisstand verfügen, der ihnen eine effiziente und nutzbringende Teilhabe ermöglicht." Das Kommissionsmitglied unterstützte ferner die Forderung des Ausschusses der Regionen, daß auch nach der Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes universelle Dienste zur Verfügung stehen müßten. Nach Ansicht von Monika Wulf-Mathies bedeutet dies, daß, sollte nach der Liberalisierung die grundlegende Infrastruktur nicht in allen Regionen vorhanden sein, die Telekommunikationsdienste zumindest universelle Dienste auf der Ebene der lokalen Gebietskörperschaften anbieten sollten. Beispielsweise sollten Schulen und öffentliche Bibliotheken Zugang zu Diensten wie der elektronischen Post und Datenübertragungssystemen sowie On-line-Zugang zu Datenbanken und Videodiensten haben. Der Erste Vize-Vorsitzende des Ausschusses, Pasqal Maragall, entwickelte den Gedanken, daß die Europäische Kommission Pläne für eine "Telekohäsion" entwickeln sollte, die es den Regionen und lokalen Gebietskörperschaften ermöglichen würden, Pilotprojekte für die Ausbildung der Bürger durchzuführen und sie auf diese Weise auf die Informationsgesellschaft vorzubereiten.