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Kommissionsmitglied Papoutsis unterstreicht die potentielle Bedeutung des Balkans als Energiedrehscheibe zwischen Ost und West

In seiner Rede auf der kürzlich stattgefundenen "Konferenz zu Knotenpunkten von Gas-, Öl- und Elektrizitätsnetzen auf dem Balkan", äußerte sich Christos Papoutsis, für Energiefragen zuständiges Kommissionsmitglied, zur strategischen Bedeutung des Balkans für den Energiebereich...

In seiner Rede auf der kürzlich stattgefundenen "Konferenz zu Knotenpunkten von Gas-, Öl- und Elektrizitätsnetzen auf dem Balkan", äußerte sich Christos Papoutsis, für Energiefragen zuständiges Kommissionsmitglied, zur strategischen Bedeutung des Balkans für den Energiebereich. "Der Balkan kann sich zum Energieknotenpunkt zwischen Ost und West, zur wichtigsten Region für den Transport und die Vermarktung in den Bereichen Öl, Erdgas und Elektrizität entwickeln." Das Kommissionsmitglied wies darauf hin, daß die Erweiterung des Erdgasnetzes auf dem Balkan, der Transport von Erdgas aus dem Iran nach Westeuropa über den Balkan, der Bau neuer Leitungen, die kaukasisches und mittelasiatisches Öl für die Mittelmeerregion bereitstellen, die Vernetzung der Elektrizitätsnetze auf dem Balkan untereinander sowie mit dem europäischen Elektrizitätsnetz und den anderen Mittelmeeranrainern, die nicht Mitglieder der Gemeinschaft sind, in der Gegenwart durchführbare Vorhaben darstellen, die von der Europäischen Union unterstützt werden und einen wichtigen Nutzen erbringen können". Weiterhin hob er hervor, daß transeuropäische Netze (TEN) nicht nur für die Europäische Union und die anderen europäischen Staaten, sondern auch für die Staaten Südosteuropas von strategischer Bedeutung sind. Zu den spezifischen Zielen der europäischen Energiepolitik gehören: - Förderung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit und der Beschäftigung; - Sicherung der Energieversorgung; - Förderung des Energiebinnenmarktes; - Umweltschutz; - Beförderung der internationalen Zusammenarbeit. Kommissionsmitglied Papoutsis bestätigte die Bereitschaft der Union zur politischen und wirtschaftlichen Umstrukturierung der Republiken des früheren Jugoslawien beizutragen und betonte, daß gegenwärtig neue und vielversprechende Perspektiven entstehen, Perspektiven, die es dem Balkan erlauben werden, sich zu einem Gebiet der Entwicklung, der Zusammenarbeit und des Fortschritts zu entwickeln. Der Bereich der Energiepolitik und -zusammenarbeit stelle dabei eine grundlegende Triebkraft sowohl im Hinblick auf die Entwicklung der gesamten Balkanregion als auch für die Zusammenarbeit der Balkanländer mit der Europäischen Union dar. Jedoch unterstrich das Kommissionsmitglied die Notwendigkeit der Schaffung eines "für Investitionen positiven politischen und wirtschaftlichen Klimas", ehe für den Aufbau von Energienetzen in der Balkanregion notwendige weitreichende Investitionen getätigt werden könnten. Angesichts einer großen Anzahl auf der Konferenz vorgestellter Projekte schlug er weiterhin vor, im regionalen Energiezentrum in Sofia, Bulgarien, beheimatete "Aktionsgruppe" ins Leben zu rufen, der die 11 Mitglieder des "Schwarzmeer-Kooperationsrates" angehören. Ziel dieser "Aktionsgruppe" würde es sein, alle vorgeschlagenen Projekte detailliert zu registrieren und zu begutachten und entsprechend ihrer Bedeutung und technischen und wirtschaftlichen Ausgereiftheit Vorrangprojekte festzulegen. In diesem Zusammenhang trägt die Europäische Kommission zum Wiederaufbau des während des Krieges stark zerstörten Stromverteilungsnetzes in Sarajevo bei, und die Stromversorgungsunternehmen der Mitgliedstaaten sind dazu aufgerufen, die für diese Reparaturarbeiten notwendigen Materialien kostenlos zur Verfügung zu stellen. Die Kommission wird den Transport und die Lieferung der Materialien überwachen und den örtlichen Gebietskörperschaften technische Unterstützung anbieten. Diese Initiative wird in Abstimmung mit den bereits im ehemaligen Jugoslawien tätigen internationalen Organisationen für humanitäre Hilfe durchgeführt werden. Weiterhin beabsichtigt die Kommission entsprechend den Vorgaben einer gleichartigen, im Rahmen des SYNERGY-Programms der Gemeinschaft im letzten Jahr in Albanien durchgeführten Initiative, in Richtung auf die gemeinsame Zusammenarbeit zwischen Jugoslawien und einem Mitgliedstaat (Griechenland) tätig zu werden. Kommissionsmitglied Papoutsis ist der Überzeugung, daß derartige Initiativen in entscheidendem Maße zur friedlichen Zusammenarbeit auf dem Balkan beitragen werden.

Länder

Albanien, Bulgarien, Costa Rica, Griechenland, Rumänien

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