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Kommissionsmitglied Cresson schlägt neue Maßnahmen zur Förderung der Jugend vor

In ihrer Rede auf der Konferenz zum Auftakt des Programms "Jugend für Europa" unterbreitete Edith Cresson, zuständiges Kommissionsmitglied für Forschung sowie allgemeine und berufliche Bildung, ihre Vorschläge für die Unterstützung der Jugendlichen in der Europäischen Union vo...

In ihrer Rede auf der Konferenz zum Auftakt des Programms "Jugend für Europa" unterbreitete Edith Cresson, zuständiges Kommissionsmitglied für Forschung sowie allgemeine und berufliche Bildung, ihre Vorschläge für die Unterstützung der Jugendlichen in der Europäischen Union vor. Frau Cresson ging auf Schwierigkeiten ein, denen sich die Jugendlichen in der Europäischen Union gegenübersehen, und unterstrich die Originalität des Programms "Jugend für Europa", das zur Förderung einer wirklichen Solidarität und einer europäischen Staatsbürgerschaft innerhalb der Europäischen Union beitragen soll. Sie hob jedoch hervor, daß die Europäische Union mehr tun muß, um die Jugendlichen besonders in folgenden Bereichen zu unterstützen: Erleichterung ihrer beruflichen Eingliederung, Entwicklung eines Sinns für europäische Staatsbürgerschaft, Verbesserung des Austauschmaßnahmen, der Mobilität, der allgemeinen und beruflichen Bildung sowie Bekämpfung von Rassismus, Intoleranz und religiösem Fanatismus. In diesem Zusammenhang umriß Frau Cresson drei spezifische Vorschläge: - Stimulierung der Mobilität im Rahmen der allgemeinen und beruflichen Bildung durch die verstärkte gegenseitige akademische Anerkennung im Bereich der Hochschulbildung, die Entwicklung europäischer Module (Sprache und Fach) und europäischer Masters-Studiengänge sowie die Förderung des Lernens auf europäischer Ebene; - Unterstützung der Eingliederung sowie Kampf gegen Versagen in der Schule durch die Entwicklung von "Schulen der zweiten Chance" für Jugendliche, die im traditionellen Schulsystem gescheitert sind; - Entwicklung eines europäischen zivilen Einsatzdienstes, durch den Jugendliche für einen Zeitraum von sechs Monaten bis zu einem Jahre direkt in Aktivitäten allgemeinen Interesses zur Erfüllung sozialer Erfordernisse eingebunden werden. Diese Aktion wird den Sinn für Staatsbürgerschaft und das Solidaritätsgefühl (besonders gegenüber Drittländern) fördern und den Jugendlichen gleichzeitig die Möglichkeit bieten, Bildungserfahrungen zu sammeln und neue Fähigkeiten und Qualifikationen zu erwerben. Ein erstes europäisches Projekt für den zivilen Einsatzdienst wird im Frühjahr 1996 unter Beteiligung von 600 Freiwilligen in Angriff genommen. Langfristig beabsichtigt die Europäische Kommission, geeignete juristische und finanzielle Rahmenbedingungen vorzuschlagen, die die Validierung der Ausbildungserfahrung sowie die begleitende Unterstützung zum Abschluß der Periode des zivilen Einsatzdienstes erlauben würden. Frau Cresson schlug weiterhin die Gründung einer Stiftung vor, die für die Bearbeitung der von lokalen Gebietskörperschaften oder Unternehmen eingehenden Angebote für zivile Einsatzdienste und für die Beschaffung von Mitteln aus privaten Quellen zur Ergänzung der öffentlichen Finanzierung verantwortlich wäre.