Kommission verabschiedet RETEX-Programm für Sachsen
Das Bundesland Sachsen erhält im Rahmen der EU-RETEX-Initiative zugunsten der vom Textil- und Bekleidungssektor abhängigen Regionen 41,850 Mio ECU aus den Strukturfonds der Europäischen Union. Ein Programm mit einer finanziellen Gesamtausstattung von 90,137 Mio ECU wurde von der Europäischen Kommission gebilligt. Ziel des RETEX-Programms ist es, die von der Textil- und Bekleidungsindustrie abhängige Region beim Strukturwandel zu unterstützen. Das Fördergebiet umfaßt die Landkreise Freiberg, Mittweida, Chemnitzer Land, Zwickauer-Land, Mittlerer Erzgebirgskreis, Annaberg, Stollberg, Westlausitzkreis, Sächsischer Lausitzkreis, Bautzen, Götschtalkreis, Elstertalkreis, Plauen und die Städte Chemnitz und Zwickau. Die sächsische Textil- und Bekleidungsindustrie ist seit 1989 unter einem starken Strukturwandel unterworfen, der zu einem erheblichen Rückgang der Arbeitsplätze in diesem Sektor geführt hat. Im Vergleich zu anderen Branchen war die Bekleidungs- und Textilindustrie, die einen bestimmenden Wirtschaftsfaktor in Sachsen darstellte, nach Einführung der Marktwirtschaft besonders stark vom Zusammenbruch betroffen. Dies schlägt sich in der Arbeitslosenquote in den betroffenen Regionen nieder, die für Männer 15,8%, für Frauen 26% beträgt. Das sächsiche RETEX-Programm sieht in Ergänzung der vorhandenen, von Bund und Ländern getragenen Fördermaßnahmen folgende Maßnahmen vor. Neben direkten Verbesserungen der Innovationsfähigkeit der Unternehmen sollen Technologieförderung und Technologietransfer verbessert und ausgebaut werden. Außerdem ist vorgesehen, alte Industrieflächen zu sanieren, um sie einer neuen Nutzung zuzuführen. So sieht das RETEX-Programm beispielsweise die Förderung von Verbundprojekten zur raschen Entwicklung und Umsetzung neuer Werkstoffe vor, die Ansiedlung von Handwerkerhöfen auf rekultivierten Industriebrachen und die Förderung von Investitionen in Umwelttechnik.
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