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Das Auftauchen eines Multimedia-Massenmarktes

Das Beobachtergremium für den Informationsmarkt (IMO) hat einen Bericht mit dem Titel "The emergence of a mass multimedia market" (Das Auftauchen eines Multimedia-Massenmarktes) veröffentlicht. Der Bericht, der im Auftrag des IMO vom European Policy Studies Institute (Institut...

Das Beobachtergremium für den Informationsmarkt (IMO) hat einen Bericht mit dem Titel "The emergence of a mass multimedia market" (Das Auftauchen eines Multimedia-Massenmarktes) veröffentlicht. Der Bericht, der im Auftrag des IMO vom European Policy Studies Institute (Institut für Studien über die europäische Politik) verfaßt wurde, bespricht die Entwicklung eines Massenmarktes für Multimedia-Dienste in Europa und darüber hinaus. Bis vor kurzem haben Anbieter von Informationsdiensten hauptsächlich geschäftliche Anwender anvisiert. Verbraucher sind erst seit Zunahme der Beliebtheit von Multimedia-Personalcomputern (MPC) als einem privaten Werkzeug im Heimbereich in der Lage, auf CD-ROM oder online über Modem auf Multimedia-Dienste zuzugreifen. Der IMO-Bericht kommt zu dem Schluß, daß der CD-ROM-Verbrauchermarkt in Europa schon fast ein echter Massenmarkt ist. Online-Dienstewerden jedoch sogar von der Mehrheit von PC-Benutzern mit Modem noch nicht benutzt. Die Kosten der Bereitstellung von Verbindungen, die zum Anbieten von Breitbanddiensten erforderlich sind, sind jedoch noch zu hoch, um eine Entwicklung zu ermöglichen, und Versuche in kleinem Rahmen haben nicht genug Bedarf erkennen lassen, um die Risiken der Entwicklung dieser Dienste zu rechtfertigen. Der Bericht nimmt zwar zur Kenntnis, daß geschäftliche Informationsdienste in zunehmendem Maße von Personen benutzt werden, die von zu Hause aus arbeiten, erkennt aber an, daß viele geschäftlichen Dienste für alle anderen Benutzer außer Unternehmen viel zu teuer sind. Der IMO-Bericht vertritt die Meinung, daß die Entwicklung eines europäischen Massenmarktes im Bereich Informationsdienste von der Fähigkeit der Serviceanbieter abhängt, Produkte zu produzieren, die von Verbrauchern in Europa gewünscht werden und nicht nur Kopien amerikanischer Produkte sind. Der Bericht identifiziert darüber hinaus das größte Hindernis für die Entwicklung einer europäischen Informationsgesellschaft als die Kosten für die erforderliche Infrastruktur - deren Finanzierung noch in weiter Entfernung liegt.

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