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Erste Asien-Europa-Tagung

Die erste Asien-Europa-Tagung (ASEM) fand am 1./2. März 1996 in Bangkok, Thailand, statt. Zu den Teilnehmern gehörten Führungskräfte aus zehn asiatischen Staaten (Brunei Darussalam, China, Indonesien, Japan, Korea, Malaysia, Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam), aus al...

Die erste Asien-Europa-Tagung (ASEM) fand am 1./2. März 1996 in Bangkok, Thailand, statt. Zu den Teilnehmern gehörten Führungskräfte aus zehn asiatischen Staaten (Brunei Darussalam, China, Indonesien, Japan, Korea, Malaysia, Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam), aus allen fünfzehn EU-Mitgliedstaaten und der Europäischen Kommission. Die Initiative für dieses Gipfeltreffen entstammte der anerkannten Notwendigkeit für die Stärkung der Verbindung zwischen Asien und Europa und das Anknüpfen engerer Beziehungen zwischen den drei Hauptzentren des Wirtschaftswachstums, d.h. Asien, Europa und Nordamerika. In diesem Zusammenhang waren sich die Führungskräfte über die Notwendigkeit eines multilateralen anstelle eines unilateralen Ansatzes für die Lösung von Handelsfragen einig. Herr Jacques Santer, der die Eröffnungsrede hielt, unterstrich sechs Hauptbereiche für die zukünftige Kooperation zwischen der EU und Asien: - Zusammenarbeit zur Sicherung einer reibungslosen Funktion des multilateralen Handelssystems, einschließlich der Arbeit in den Bereichen Investition und Rechte in bezug auf geistiges Eigentum; - Intensivierung der Zusammenarbeit bei Wissenschaft, Technologie und Forschung; - Zusammenarbeit bei der Entwicklung der globalen Informationsgesellschaft; - Die Entwicklung gemeinsamer Politiken für den Umweltschutz; - Gemeinsame Aktionen zur Linderung der Armut in den weniger entwickelten Regionen Asiens insbesondere durch Zugang zu guten Gesundheits- und Bildungsdiensten; - Die Entwicklung eines kulturellen Dialogs zwischen den beiden Regionen zur Förderung von gegenseitigem Verständnis und Respekt (z.B. durch die Förderung von Tourismus und Bildungsaustauschen). Zu den Vorschlägen, die während der Tagung unterbreitet wurden, gehört der thailändische Vorschlag zur Errichtung eines asiatisch-europäischen Geschäftsforums zur Förderung von Kooperation und Austauschzwischen der Geschäftswelt und insbesondere den KMU der beiden Regionen. Singapur machte einen Vorschlag zur Gründung einer asiatisch-europäischen Stiftung zur Mobilisierung des Investments und Inangriffnahme von Forschungsarbeiten in verschiedenen Bereichen mit Blick auf die Verbreitung von Informationen und Wissen in den beiden Kontinenten. Beide Vorschläge wurden von der Tagung begrüßt. Auf Vorschlag von Präsident Santer wurde beschlossen, am 25. Juli 1996 in Brüssel ein Folgetreffen zwischen höheren Beamten abzuhalten.

Länder

Brunei, China, Indonesien, Japan, Nordkorea, Südkorea, Malaysia, Philippinen, Singapur, Thailand, Vietnam

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