Kommission vergibt 350 Wissenschaftsstipendien im Rahmen des TMR-Programms
Auf Vorschlag von Frau Edith Cresson, der für Forschung, allgemeine und berufliche Bildung zuständigen Kommissarin, hat die Kommission 350 Stipendien im Rahmen des spezifischen FTE-Gemeinschaftsprogramms für Ausbildung und Mobilität von Forschern (TMR) vergeben. Das Programm ermöglicht jungen Wissenschaftlern, in Laboratorien ihrer Wahl in ganz Europa zu arbeiten. Die Auswahl der Stipendien, die auf der Grundlage der von der Kommission am 15. September 1995 veröffentlichten Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen vergeben wurden, erfolgte aus 1.730 Anträgen; die gewährten Ausbildungsbeihilfen belaufen sich auf insgesamt 30 Mio. ECU. Das TMR-Programm bezweckt die quantitative und qualitative Entwicklung der Humanressourcen in der EU im Wissenschafts- und Technologiebereich durch Ausbildungs- und Mobilitätsförderung. Die spezifischen Ausbildungsaktivitäten richten sich im großen und ganzen an junge promovierte Forscher im Alter von unter 35 Jahren. Voraussichtlich werden rund 3.500 derartiger Stipendien unter dem Vierten Rahmenprogramm zugeteilt werden. Das TMR-Programm unterstützt vorallem vier Arten von Aktivitäten: - Unterstützung von Forschungsnetzen, um Teams aus einer Reihe von Ländern zur Zusammenarbeit bei hochqualitativen gemeinsamen Forschungsprojekten zu veranlassen; - finanzielle Unterstützung, um Forschern Zugang zu in Europa nur selten oder gar einmalig anzutreffenden Großeinrichtungen zu ermöglichen; - Forschungsausbildungsbeihilfen, insbesondere für promovierte Forscher; - finanzielle Unterstützung für Veranstalter von Eurokonferenzen, Sommerlehrgängen und praktischen Ausbildungskursen. Bei TMR handelt es sich um ein freies" Forschungsprogramm, d. h. die Forscher - übrigens auch solche, die in der Grundlagenwissenschaften tätig sind - können Projektideen selbst entwickeln, ohne durch Zielvorgaben oder bereichsspezifische Auswahlkriterien beschränkt zu werden. Darüber hinaus stehen eine Reihe von Sonderstipendien zur Verfügung, um den Forschungsbemühungen in den benachteiligten Gebieten der EU einen Anstoß zu geben. Das Programm fördert außerdem die Zusammenarbeit zwischen Hochschuleinrichtungen und der Industrie.