Beschluß des Rats zur internationalen Zusammenarbeit im Bereich FTE
Am 25. März 1996 verabschiedete der Rat einen Ratsbeschluß über die Perspektiven für die internationale Zusammenarbeit im Bereich Forschung und technologische Entwicklung (FTE). Der Beschluß befürwortet die fünf nachstehend aufgeführten globalen Ziele der künftigen Gemeinschaftspolitik auf dem Gebiet der FTE Zusammenarbeit: - Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit und Entwicklung von Technologien für künftige Märkte; - Entwicklung wissenschaftlich-technischer Partnerschaften, insbesondere mit Drittländern, die für die Gemeinschaft von strategischer Bedeutung sind; - Verantwortungsteilung und Durchführung von FTE-Arbeiten im Bereich wirtschaftliche und soziale Herausforderungen; - Förderung von FTE-Arbeiten, die für die Erfordernisse und Prioritäten bei der Förderung eines nachhaltigen Wachstums in den Entwicklungsländern von Belang sind; - Wissenschaftlich-technischer Informationsaustausch und Beitrag zu Wissenschaftsbereichen und Technologien, die in großem Umfang nutzbar sind und eine Vorreiterrolle spielen. Der Beschluß hebt hervor, daß die Zusammenarbeit mit Drittländern weiterhin auf folgenden Grundsätzen beruhen sollte: Subsidiarität, beiderseitiger Nutzen, Übereinstimmung mit anderen Gemeinschaftspolitiken, insbesondere mit den externen Politiken der Union, Effizienz und Qualität. Weltweite Zusammenarbeit im Bereich der Forschung ist durch externe Teilnahme an den FTE Rahmenprogrammen der Gemeinschaft und durch bilaterale Vereinbarungen zu fördern. Auch andere Gemeinschaftsinstrumente (PHARE, TACIS und MEDA) sind zum Aufbau der FTE Infrastruktur und Kapazitäten sowie zur Förderung der Teilnahme von Partnern aus diesen Ländern an Projekten einzusetzen, die unter die Rahmenprogramme der Gemeinschaft fallen. Darüber hinaus ist auf eine bessere Koordinierung und Interaktion mit den Aktivitäten EUREKA und COST zu achten. Der Beschluß weist darauf hin, daß die Zusammenarbeit mit den Ländern Mittel- und Osteuropas sowie mit den baltischen Staaten, den Ländern im Mittelmeerraum und den Neuen Unabhängigen Staaten zu verstärken ist. Dabei wird jedoch aus wirtschaftlichen, politischen und geographischen Gründen ein differenzierter Ansatz gegenüber diesen unterschiedlichen Drittländern gefordert. Die Zusammenarbeit soll darauf ausgerichtet sein, die Forschungskapazitäten dieser Länder zu verstärken und eine umfassendere regionale Integration dieser Kapazitäten mit Blick auf ihre nachhaltige Entwicklung zu fördern. Der Rat hebt ferner die Notwendigkeit einer stärkeren Beteiligung der Industrie an der internationalen FTE Zusammenarbeit hervor. Diese Beobachtung stützt sich auf die Erfahrungen, die bereits bei der industriellen Beteiligung an FTE Programmen der EU als Mittel zur Hebung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit gemacht wurden. Außerdem wird hervorgehoben, daß die Zusammenarbeit mit industrialisierten Drittländern und Schwellenländern auf der Basis eines gegenseitigen Zugangs zu den FTE Programmen erfolgen sollte.