INNOVATION - Europäische Netze und Dienstleistungen
Die Europäische Kommission, GD XIII, hat Angaben über die Ergebnisse der Ausschreibung über europäische Netze und Dienstleistungen im Rahmen des spezifischen Programms zur Verbreitung und Nutzung der Forschungsergebnisse (INNOVATION) vom 15. Dezember 1995 (ABl. S 240 vom 15.12.1995 S. 42) bekanntgemacht. Diese Ausschreibung bezog sich auf Vorschläge für Dienstleistungen und Netze zur Verbreitung von Technologie und zur Förderung der grenzüberschreitenden Innovation in Europa. Diese Dienste sollen speziell die Verbreitung von bereits erfolgreich angewandten Methoden unterstützen, insbesondere unter KMU. Die Ausschreibung hatte zwei Schlußtermine für die Unterbreitung von Vorschlägen im März und September 1996. Insgesamt gingen 124 Vorschläge mit einem Finanzierungsaufwand in Höhe von 71,8 Mio. ECU ein. Nach dem Schlußtermin im März wurden sieben Vorschläge ausgewählt. Für diese wurden Finanzierungsmittel in Höhe von 2,27 Mio. ECU bewilligt. Nach dem Schlußtermin im September wurden weitere 16 Projekte ausgewählt. Diese werden voraussichtlich mit Mitteln in Höhe von 4,91 Mio. ECU ausgestattet, die jedoch noch endgültig von der Kommission zu bewilligen sind. Die ausgewählten Projekte sollen transnationale, experimentelle Aktionen unterstützen: - Bereitstellung besserer Dienste für innovative KMU durch Kooperation mit übergreifenden Berufen und Dienstleistungsanbietern; - Verbreitung guter Arbeitspraxis auf dem Gebiet der Innovation und des Technologietransfers für KMU; - Aufbau einer ersten Verbindung auf europäischer Ebene unter nationalen und regionalen Netzen von innovationsunterstützenden Organisationen, die Versuchen, ihr Dienstleistungsangebot für KMU zu verbessern. Zielorganisationen dieser Aktionen sind u.a. Organisationen, die Innovations-Unterstützungsprogramme entwickeln und bereithalten, sowie öffentliche und private Anbieter von Diensten für KMU. Zu den ausgewählten Projekten zählen z.B.: - BRIGIT: Ein Projekt zur Internationalisierung der Mittlereinrichtungen KMU der chemischen Industrie, deren Kunden, Lieferanten, Forschungsorganisatonen und Finanzeinrichtungen. Auf der Basis einer Untersuchung der FTE-Anforderungen von KMU der chemischen Industrie bietet das Projekt eine breite Palette von Dienstleistungen für solche KMU in den Niederlanden, Großbritannien, Italien und Finnland; - UTRANS (Universitätstransfer): Ein Projekt, das Organisationen verbindet, die sich intensiv mit der Ausgründung von KMU aus Universitätseinrichtungen befassen. Universitäten und Technologietransfer-Organisationen soll so eine gemeinsame, fundierte Methodik zur Sensibilisierung und Anpassung an neue, von höheren Lehranstalten abgeleiteten Geschäftsaktivitäten verschafft werden. An diesem Projekt sind die Niederlande, Deutschland, Belgien und Frankreich beteiligt. Beobachter werden aus Italien und Portugal erwartet.