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Überwachung und Vermeidung der Umweltverschmutzung und der mit Gefahrguttransporten verbundenen Risiken in Sizilien

Die Gemeinsame Forschungsstelle der Europäischen Kommission hat eine Ausschreibung für die Bereitstellung von technischen Unterstützungsdiensten bezüglich der Entwicklung und Installation eines integrierten Systems in Sizilien für die Überwachung und Vermeidung der Umweltversc...

Die Gemeinsame Forschungsstelle der Europäischen Kommission hat eine Ausschreibung für die Bereitstellung von technischen Unterstützungsdiensten bezüglich der Entwicklung und Installation eines integrierten Systems in Sizilien für die Überwachung und Vermeidung der Umweltverschmutzung und der mit Gefahrguttransporten verbundenen Risiken veröffentlicht. Im Rahmen einer zwischen dem italienischen Umweltministerium und der GFS getroffenen Vereinbarung übernimmt die GFS die Leitung für die Durchführung zweier Projekte, die die Entwicklung und Installation eines integrierten Systems in Sizilien vorsieht, das der Überwachung und Vermeidung der Umweltverschmutzung und der mit Gefahrguttransporten verbundenen Risiken dienen soll. Dieses System soll mit Hilfe der Einrichtung eines Netzwerks von Umweltüberwachungsstationen und angegliederten Kontrollzentralen verwirklicht werden. Die folgenden drei Industriegebiete werden berücksichtigt: Augusta-Priolo, Gela und Milazzo. In jedem der Gebiete soll eine begrenzte Auswahl an Industrien ausgewählt werden. Für diese wird ein Überwachungssystem entwickelt und installiert. Die an jedem Standort gesammelten Daten sollen automatisch an eine Zentrale zur Weiterverarbeitung übermittelt werden, die sich bei der jeweiligen sizilianischen Bezirksverwaltung befindet. Ein GPS-Sender-gestütztes System (GPS = global positioning system) wird eingerichtet, um die Routen der Gefahrguttransporte der berücksichtigten Industrien überwachen zu können. Jeder der drei Bezirksverwaltungen wird ein EDV-System zur Verfügung stehen, das aus zwei Operationszentralen besteht: - die erste, die "NTI-Zentrale", hat zur Aufgabe, das Überwachungssystem und die Sender fernzusteuern, die gewonnenen Daten weiterzuverarbeiten und zu analysieren und diese Daten oder andere Analyse- und Syntheseergebnisse an andere EDV-Systeme weiterzuleiten; - die zweite, die "CPI-Zentrale", soll die Basis für eine Kontroll- und Notfallzentrale bilden, die bei der Erkennung von Störfällen in den Industriebetrieben und bei der Umsetzung geeigneter Hilfsmassnahmen helfen soll. Es ist ausserdem vorgesehen, dass jede Bezirksverwaltung mit mindestens einem Telematikanschluss, der mit den NTI- und CPI-Zentralen verbunden ist, ausgestattet wird, um die Öffentlichkeit mit Informationen zur aktuellen Umweltsituation zu versorgen. Des weiteren wird bei der sizilianischen Stadt Palermo sowie beim Umweltministerium in Rom je ein Arbeitsplatz eingerichtet, der die Kommunikation mit den NTI- und CPI-Zentralen jeder Bezirksverwaltung ermöglicht. Die vorliegende Bekanntmachung bezieht sich auf die Erstellung, die Integration und die physische Installation vor Ort sowie auf die Prüfung des reibungslosen Funktionierens dieser Teilsysteme, sowohl getrennt voneinander als auch in integrierter Form. Es wird darauf hingewiesen, dass, sofern diese Arbeiten auch zur Lieferung der Ausstattung führen, dies die Erbringung spezieller Dienstleistungen vor allem in den Bereichen Computertechnik und Softwareentwicklung erfordert. Die sechs Teilsysteme sind folgende: - 1. Detektoren, Sensoren und Peripheriegeräte zur Datengewinnung: Dieses Teilsystem beinhaltet die Gesamtheit der Detektoren und Sensoren für die drei Industriegebiete, einschliesslich der Schnittstellen und der entsprechenden Verwaltungssoftware und erfordert ihre physische Installation vor Ort sowie die Entwicklung und Verwaltung der gesamten Infrastruktur und aller für ihren Betrieb erforderlichen Dienstleistungen. Der Einsatz verschiedener Sensoren ist vorgesehen, vor allem meteorologische Messstellen, Standard- und Infrarot-Videokameras, Detektoren für luft- und wasserverunreinigende Schadstoffe. - 2. NTI-, CPI-Zentralen sowie Information der Öffentlichkeit: Dieses Teilsystem umfasst einerseits die gesamte EDV-, Netzwerk- und Kommunikationsausstattung für die drei Bezirksverwaltungen, einschliesslich der Aussengeräte für die Information der Öffentlichkeit, und andererseits die gesamte Kommunikations-, Datenbank-, geographische Lokalisations- und Datenverarbeitungssoftware, die für die Verwirklichung der Aufgaben erforderlich ist. - 3. Ausgelagerte interaktive NTI-, CPI-Zentralen: Dieses Teilsystem besteht aus der EDV- und Kommunikationsausstattung für die ausgelagerten interaktiven Zentralen in Palermo und Rom, einschliesslich der dafür erforderlichen Software. - 4. Positionssender und Routenüberwachungssystem: Dieses Teilsystem umfasst die gesamten für die Demonstration einer Routenüberwachung von Fahrzeugen mittels GPS-Sendern erforderliche Geräte und Software. Die Software wird in geeigneter Weise in den NTI- und CPI-Zentralen integriert. - 5. Telekommunikation, Datenübertragung: Dieses Teilsystem beinhaltet das gesamte EDV-Material, die Software und Infrastruktur sowie die für die Herstellung der Kommunikation zwischen den Teilsystemen 1 und 2 erforderlichen Dienstleistungen, damit diese ihren Aufgaben gerecht werden können. - 6. Integration und Überprüfung: Integration aller vorhergehenden Teilsysteme und Herstellung eines einheitlichen Betriebssystems. Überprüfung der reibungslosen Funktionsweise jedes Teilsystems und des integrierten Systems. Die Angebote sind für jedes Untersystem getrennt vorzulegen. Die Bewerber müssen aber für alle Untersysteme dieser Ausschreibung ein Angebot einreichen. Es wird ein einziger Bieter für den gesamten Auftrag ausgewählt. Die Arbeiten müssen bis zum 31.12.1997 beendet sein. Die Lieferungen müssen zur Abnahme an den verschiedenen Standorten bis zum 1.12.1997 installiert sein. Ausschreibungsunterlagen können angefordert werden bei: Europäische Kommission Generaldirektion für die Gemeinsame Forschungsstelle (GFS) Herr J.P. Nordvik TP 210 I-21020 Ispra (VA) Tel. +39-332-789155; Fax +39-332-789156 E-mail: jean-pierre.nordvik@jrc.it Die Angebote sind ebenfalls an diese Anschrift zu richten.

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