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Inhalt archiviert am 2022-11-28

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Erdbebenstrategie der Gemeinschaft

Die Europäische Kommission hat eine Erdbebenstrategie zur Untermauerung der Forschungsarbeiten und Intensivierung der internationalen Zusammenarbeit bei der Handhabung von Problemen mit Erdbeben verabschiedet. Bei Erdbeben kommen durchschnittlich pro Jahr 20.000 Menschen ums ...

Die Europäische Kommission hat eine Erdbebenstrategie zur Untermauerung der Forschungsarbeiten und Intensivierung der internationalen Zusammenarbeit bei der Handhabung von Problemen mit Erdbeben verabschiedet. Bei Erdbeben kommen durchschnittlich pro Jahr 20.000 Menschen ums Leben und weitaus mehr werden in Mitleidenschaft gezogen. In der Europäischen Union sind in den letzten 15 Jahren ca. 5.000 Menschen bei Erdbeben ums Leben gekommen, und die wirtschaftlichen Schäden während desselben Zeitraums werden auf ECU 430 Mio. geschätzt. Wenn sich in einer europäischen Großstadt ein größeres Erdbeben ereignen würde, hätte das katastrophale Folgen, wobei wahrscheinlich die äußerst gefährdeten Bauwerke wie Staudämme, Kraftwerke und Pipelines beschädigt würden. Die Strategie der Kommission ist auf eine Verbesserung von Methoden und Fachkenntnissen hinsichtlich Prognose, Verhütung, Vorbereitetsein und Notfalls-Management ausgerichtet. In der Strategie, die keine zusätzliche Finanzierung voraussetzt, wird eine Vielfalt von FTE Aktivitäten sowie eine Reihe positiver Maßnahmen hervorgehoben, die zur Zeit in der EU als wirksame Mittel zur Abschwächung der Risiken im Einsatz sind, welche sich für die Sicherheit des Bürgers bei Erdbebengefahr stellen. Erdbebenforschung wird zum einen in Verbindung mit den folgenden spezifischen Programmen des Vierten FTE Rahmenprogramms und zum anderen bei der Gemeinsamen Forschungsstelle durchgeführt: - Umwelt und Klima; - Industrie-und Werkstofftechnologien (BRITE/EURAM); - Ausbildung und Mobilität von Forschern (TMR); - Normen, Meß- und Prüfverfahren (SMT). Die vorgeschlagenen Aktionslinien sind zur Stärkung bestehender Aktivitäten vorgesehen, die mit Erdbebenforschung, Linderung, Katastrophenschutz, Notfalls-Management und anderen relevanten Aktionen zusammenhängen: - Kollationieren aller verfügbaren Aufzeichnungen über Erdbeben und Verarbeitung der Erdbebendaten in einheitlicher Form, so daß sich umfassende Daten über starke Erschütterungen mitsamt den zugehörigen seismologischen und technischen Informationen ergeben; - experimentelle Anwendung von Eurocodes, in Form von europäischen Vor-Normen (Pre-Standards) für das Baugewerbe, sind im Kontext mit der Harmonisierung innerhalb des Binnenmarktes zu revidieren, was insbesondere für Eurocode 8 über Planung und Bau von Gebäuden und Bauwerken in Regionen mit seismischer Aktivität gilt. Es sind alle entsprechenden Maßnahmen zur Sicherstellung der Anwendung von Eurocodes auf einzelstaatlicher Ebene zu treffen; - Förderung und Stärkung der internationalen Zusammenarbeit, insbesondere mit Japan und den USA, auf den Gebieten des Katastrophenschutzes und der Forschung; - Erdbebenforschung sollte zur Einbindung in das Fünfte FTE Rahmenprogramm in Betracht gezogen werden.

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