Schnelltest für strahlungsbedingte Kontamination
Als Folge von Kernwaffentests und Zwischenfällen in Wiederaufbereitungsanlagen kann man in verschiedenen Teilen der Welt radioaktiv kontaminierten Boden finden. Derzeit entwickeln Gruppen von Wissenschaftlern aus verseuchten Gebieten in Russland zusammen mit Kollegen aus der Europäischen Union eine schnelle und kostengünstige Methode zur Bestimmung des Ausmaßes der messbaren Kontamination der Umgebung. Die Bodenoberfläche weist keine regelmäßige Kontamination auf; um repräsentative Ergebnisse zu erhalten, bedarf es der Prüfung einer großen Anzahl von Proben. Diese schnellere Methode macht sich gamma- bzw. röntgenspektrometrische Messungen zu Nutze, um große Mengen von kontaminiertem Boden zu analysieren. Der neue Test, der von britischen Wissenschaftlern in der ehemaligen Sowjetunion entwickelt wurde, wird zu wirtschaftlich tragfähigen Kartierungsprogrammen und einer präziseren Einschätzung der Strahlungsbelastung führen.