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Male Reproductive Health and Environmental Chemicals

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Abnahme der männlichen Fruchtbarkeit veranlasst Regierungen zur Sorge

Europäische Regierungen sind zunehmend beunruhigt über die Abnahme der reproduktiven Gesundheit des Mannes.

Gesundheit

In ganz Europa wurde eine Reihe unterschiedlicher Probleme in Zusammenhang mit der reproduktiven Gesundheit von Männern aufgedeckt. Es wurden signifikante Abnahmen bei den durchschnittlichen Spermienzählungen sowie eine geringere Spermienqualität festgestellt. Die Studie korreliert diese Fakten mit einer Erhebung über die Häufigkeit von genitalen Fehlbildungen. Die Tatsache, dass beispielsweise in Dänemark im Vergleich zu Finnland eine wesentlich höhere Inzidenz von genitalen Deformationen feststellbar ist, weist auf eine umweltbedingte Ursache für das Problem hin. Parallelstudien haben gezeigt, dass bestimmte Umweltchemikalien den Hormonhaushalt störende Aktivitäten entfalten können, und darin liegt eventuell der Mechanismus, über den Umweltfaktoren die männliche Reproduktionsfähigkeit beeinträchtigen. In tierexperimentellen Modellen wurde nachgewiesen, dass diese Chemikalien einen Einfluss auf die männliche Reproduktionsfähigkeit haben. Um die jeweils betroffenen Leitungsbahnen ausfindig zu machen, wird die Forschung fortgesetzt. Mehrere nützliche Analysen zum Aufzeigen potenzieller endokrin-disruptiver Chemikalien wurden ebenfalls durchgeführt. Eine Abnahme der männlichen Fruchtbarkeit und der reproduktiven Gesundheit besitzt das Potenzial zur Schaffung enormer zukünftiger sozialer und wirtschaftlicher Probleme in Europa. Erste Anzeichen dafür sind die jüngsten Rückgänge der Geburtenraten in allen europäischen Ländern. Deshalb wird es ein vorrangiges Thema für europäische Regierungen sein, die umweltbedingten Ursachen für dieses Problem in Angriff zu nehmen und dadurch diese Tendenz umzukehren.

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