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Griechische Stellungnahme zum Fünften FTE-Rahmenprogramm

Die Stellungnahme der griechischen Regierung zum Fünften FTE-Rahmenprogramm, die der Kommission als Teil des Konsultationsverfahrens im Zuge der Vorbereitungen des formellen Programmvorschlags vorgelegt wurde, umreißt die griechischen Ansichten über die Form und den Inhalt des...

Die Stellungnahme der griechischen Regierung zum Fünften FTE-Rahmenprogramm, die der Kommission als Teil des Konsultationsverfahrens im Zuge der Vorbereitungen des formellen Programmvorschlags vorgelegt wurde, umreißt die griechischen Ansichten über die Form und den Inhalt des Programms. Das griechische Papier fordert eine stärkere Betonung der Unterstützungsmaßnahmen, die positive Auswirkungen auf die Beschäftigung und Lebensqualität haben werden, obwohl dies nicht zu Lasten der bestehenden Stärken Europas im Bereich Forschung und Entwicklung gehen sollte. Die bestehenden Methoden in bezug auf die Auswahl der unterstützungswürdigen Projekte, mittels offener Aufrufe, sollten als Grundlage des Programms bei zusätzlicher Betonung der Kohäsion erhalten bleiben, um sicherzustellen, daß Wissenschaftler aus entlegenen Regionen nicht benachteiligt werden. Die Auswahl der Prioritäten für Forschungsbestrebungen sollte auf realen Erfordernissen beruhen, mit dem Ziel der Ergänzung und Vervollständigung der Forschungstätigkeiten auf nationaler oder regionaler Ebene. Die durch das Programm geförderten Koordinationsbemühungen ermöglichen die effizientere Koordination der in bestimmten Bereichen durchgeführten Arbeit mittels konzertierter Treffen nationaler Forscher und durch die Arbeit der Programmausschüsse, und sollte dem griechischen Papier zufolge erhalten bleiben. Die griechische Regierung spricht sich gegen die Einführung zu großer Flexibilität in das Programm aus, was zur Folge haben könnte, daß Reservefinanzierungsmittel vorschnell erteilt und die Konsequenzen solcher Zuteilungen nicht ausreichend durchdacht werden. Sie bemerkt, daß ein in dieser Hinsicht zu locker strukturiertes Programm die Glaubwürdigkeit europäischer Forschung untergraben könnte, indem es die langfristige Perspektive im Gang befindlicher Forschungsbereiche gefährdet. Das griechische Papier deutet an, daß in der bestehenden Struktur des Rahmenprogramms ausreichend Flexibilität vorhanden sei, wobei die Entscheidungen über die Forschungsthemen auf den unteren Ebenen innerhalb der spezifischen Programme getroffen werden. In bezug auf die Programmstruktur schlägt das griechische Papier fünf thematische Programme vor, die folgende Themen umfassen: - Netze: Information, Telekommunikation, Telematik, Verkehr; - Biowissenschaften: Landwirtschaft, Gesundheitswesen, Biotechnologie, Sozio-Ökonomie; - Energie: nichtnukleare Energie, Kernspaltung, Kernverschmelzung; - Umwelt: Naturkatastrophen, Umweltverschmutzung, Wasser, Klima, Meereswischenschaften und -technologie; - Industrielle Technologien: Industrielle Werkstoffe und Technologien, Normung, Meß- und Prüfverfahren. Diese thematischen Programme würden durch vier horizontale Programme unterstützt, die die technologische Entwicklung und Demonstration behandeln; Verbreitung, Innovation und technische Hilfe für KMU; internationale Kooperation; und Grundlagenforschung, Ausbildung und Mobilität. Das Papier fordert, den Innovationsmaßnahmen maximale Bedeutung beizumessen, und behauptet, daß die größte Schwäche Europas in der Umwandlung der Forschungsergebnisse in positive ökonomische Resultate liegt. Die Verfahren für die Finanzierung und das Management des Programms sollten ihren europäischen Charakter beibehalten und keinesfalls eine Kopie der nationalen Prioritäten darstellen. Abgesehen von Projekten, die normale Antragsverfahren durchlaufen haben, sollten dem Papier zufolge die Finanzmittel der Gemeinschaft den EUREKA-Projekten nicht direkt zugeteilt werden. Abschließend fordert das griechische Papier ein einheitliches Evaluationsverfahren sowie die Einrichtung eines Definitionsverfahrens für die Prioritäten in jedem Forschungsbereich.

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Griechenland