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Totally renewable, environmentally enhanced products, lifecyclewide adapted to sustainability targets

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Eine umweltfreundliche Alternative zu Kunststoff

Kunststoff ist ein extrem populäres, haltbares und vielseitiges Material, das einfach und kostengünstig herzustellen ist. Nachteilig ist nur, dass Kunststoffe auch Umweltprobleme verursachen. Als Alternative zu Kunststoffen wurde daher das Material Treeplast® entwickelt, das sich durch Vorzüge wie biologische Abbaubarkeit, Erneuerbarkeit und geringe Kosten auszeichnet.

Klimawandel und Umwelt

Kunststoffe sind unter dem Aspekt des Umweltschutzes problematisch, denn sie überdauern in der Umwelt extrem lange Zeiträume unbeschädigt, was zu zahlreichen folgenschweren Nebeneffekten führt. Kunststoffe verrotten nicht, sondern zersetzen sich nur unter Einwirkung von energiereichem ultraviolettem Licht. Um so erfreulicher ist es daher, dass es einem Konsortium aus niederländischen, österreichischen und deutschen Experten aus Industrie und Forschung jetzt die Entwicklung eines neuen Materials namens Treeplast® gelang. Dieses Material bietet alle Vorteile von Kunststoff, verursacht aber keine Umweltprobleme. Treeplast® enthält keine Kunststoffe, sondern nur natürliche, biologisch abbaubare und nachwachsende Rohstoffe. Die Basis von Treeplast® bildet der Verbundwerkstoff Fasal®, der aus 50-60% Holzspänen, 30% gemahlenem Mais und 10% natürlichen Harzen besteht. Ein weiterer Vorteil, den die Verwendung von Fasal® als Hauptbestandteil von Treeplast® bringt, ist die Möglichkeit, Holzabfälle - beispielsweise aus der Holzspielzeug- oder Möbelproduktion - zu einem nützlichen Rohstoff aufzubereiten. Treeplast® hat ein natürliches Erscheinungsbild und ist beliebig formbar. Selbstverständlich ist dieses innovative Produkt, da es ja aus Holz besteht, vollständig aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und biologisch abbaubar. Diese Innovation ist zudem kostengünstig und bietet sich damit für eine industrielle Verwertung an - auf die Anschaffung neuer Maschinen kann verzichtet werden, denn dieser Werkstoff lässt sich in herkömmlichen Kunststoffverarbeitungs- und Spritzgießmaschinen verarbeiten, wie sie bislang für die Herstellung von Kunststoffprodukten verwendet werden. Bei der Entwicklung dieses neuen Werkstoffs wurden die typischen Produktionseinrichtungen und Möglichkeiten von mittelständischen Betrieben ebenso berücksichtigt wie die Notwendigkeit eines wettbewerbsfähigen Preises im Vergleich zu Holz, Kunststoff und biologisch abbaubaren Produkten. Weitere Schlüsselaspekte für das Konsortium waren die Wünsche der Endanwender und die Qualität. Mit all diesen Vorzügen könnte Treeplast® vielleicht nicht nur als Alternative zu Kunststoffen vermarktet werden, sondern auch als eine Möglichkeit zur Rettung der Umwelt.

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18 September 2005