Benutzerschnittstellen mit Organizern
Im Rahmen des IRAIA-Projekts haben sieben Vertragspartner Datenerfassungsdienste mit komfortableren Benutzerschnittstellen entwickelt. Der in Berlin ansässige Hauptauftragnehmer entwickelt ein System, das den Benutzer durch Endanwenderprogrammierung in die Lage versetzt, wichtige Bestandteile seiner eigenen interaktiven Zugangsgeräte selbst zu erstellen. Über seinen Interaktionsmodus bietet das System seinem Benutzer außerdem eine eigene, individuell konfigurierte digitale Unterstützung, die zum individuellen Software-Agent des Benutzers werden kann. Unter Anwendung der Best-Practice-Prinzipien ist das System so ausgelegt, dass es dem Benutzer einen persönlichen Assistenten zur Verfügung stellt, der ihm im Verlauf von Suchprozessen bestimmte Aktionen empfiehlt. Diese Prinzipien basieren darauf, wie der Benutzer Daten abruft und wie er versucht, bei der Suche nach umfangreichen Dokumenten erheblich schnellere Verarbeitungsschritte auszuführen. Ein wesentlicher Vorteil besteht darin, dass das System in der Lage ist, die Best-Practice-Prinzipen sowohl auf individuelle Benutzer als auch auf kollektive Benutzergruppen anzuwenden. Auf der Basis der Anforderungen des IRAIA-Modells überwacht, registriert und erledigt dieses System Analysen zu Such- und Navigations-Ausführungsverfahren. Die persönliche Unterstützung in diesem speziellen Fall ist ein Java-Anwendungs-Add-on, das die Benutzersschnittstelle repräsentiert. Durch den kontinuierlichen Zugriff auf das System ist es in der Lage, die zuvor erfolgten Benutzeraktivitäten abzurufen und so dem Benutzer ein maßgeschneidertes, optimales Ausführungsverfahren zur Verfügung zu stellen. Wenn ein Benutzer zum ersten Mal auf das System zugreift, sucht der Organizer seine festgelegten und gespeicherten Ausführungsverfahren und stellt dem Benutzer ähnliche Verfahren zur Verfügung. Dieser Organizer stellt einzelnen Benutzern somit ein wichtiges und vorteilhaftes Tool für Such- und Navigationsverfahren zur Verfügung. Gleichzeitig kann es eine fortschrittliche Plattform für Bibliothekanbieter sein, die effizientere Datenabrufsysteme entwickeln müssen. Zusätzliche Arbeit und Erweiterungen am gegenwärtigen System können auf bestehenden Schnittstellen und Java-Anwendungen und/oder theoretischen Grundlagen aufbauen. Die deutsche Organisation glaubt, dass es großes Potenzial für eine weitere Verbreitung gibt und sucht derzeit nach einem Lizenzabkommen mit der Perspektive zur Schließung von öffentlichen und/oder privaten Partnerschaften.