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Zweiter Osprey Wellengenerator

Das spezifische FTE Programm der Europäischen Gemeinschaft im Bereich nichtnukleare Energie (JOULE/THERMIE) fördert die Konstruktion des zweiten Osprey Wellengenerators. Der erste, an der Nordküste von Schottland installierte Osprey Generator wurde durch besonders heftigen Se...

Das spezifische FTE Programm der Europäischen Gemeinschaft im Bereich nichtnukleare Energie (JOULE/THERMIE) fördert die Konstruktion des zweiten Osprey Wellengenerators. Der erste, an der Nordküste von Schottland installierte Osprey Generator wurde durch besonders heftigen Seegang im Sommer 1995 zerstört. Osprey war zur Erzeugung von 2MW Elektrizität ausgelegt. Seine Entwicklung kostete ECU 5 Mio. und nahm fünf Jahre in Anspruch. Es gelang dem Forschungsteam, den Generator und die Turbinen zu bergen und die dabei gemachten Erfahrungen bei der Konstruktion des zweiten Osprey Generators zu berücksichtigen. Knapp 18 Monate später hat das Team die Konstruktion des neuen Generators im Rahmen eines durch die JOULE Komponente des Programms unterstützten europäischen Konsortiums abgeschlossen. Der neue Generator müßte bis Anfang 1998 gebaut und installationsbereit sein. Die Forscher haben ausgiebigen Gebrauch von Modellen in einem Ozeansimulationstank gemacht und durch Verbesserung des Ballastsystems die Stabilität des Generators erhöht. Ferner haben die Forscher Osprey II mit einem zusätzlichen Windgenerator ausgerüstet, durch den die Stromerzeugung um 25% erhöht wird. Diese Entwicklung bedeutet, daß sich die Kosten der durch Osprey erzeugten Elektrizität auf das Niveau der Kosten der Elektrizitätserzeugung aus fossilen Brennstoffen senken lassen. Ein Hauptziel der JOULE Forschung über Wellenstrom besteht in der Herbeiführung kostenwirksamer Stromerzeugung. Osprey II stellt einen wichtigen Fortschritt bei der Verwirklichung dieses Ziels dar. Darüber hinaus hat eine Studie über die Auswirkungen der Installierung des Generators auf See gezeigt, daß sich daraus günstige Einflüsse auf die Meeresumwelt ergeben könnten, indem die Anlage als eine Art Riff fungiert und Lebewesen und Fische anzieht.