Aussichten und Folgen einer verstärkten Nutzung von Aluminium
Das Institut für technologische Zukunftsforschung (IPTS) der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission hat eine Studie über Aussichten und Folgen einer verstärkten Nutzung von Aluminium veröffentlicht. Diese Studie untersucht in der Automobilindustrie vorhandene Trends zum vermehrten Einsatz von Aluminium bei einer Reihe unterschiedlicher Konstruktionen und Bauteilen. Der besondere Vorteil von Aluminium besteht in dem geringen Gewicht. Je höher daher der in einem Fahrzeug verwandte Aluminiumanteil ist, um so niedriger ist der Treibstoffverbrauch, was zu einer Verringerung der Umweltverschmutzung führt. Aluminium besitzt anderen leichten Werkstoffen gegenüber bestimmte Vorteile. So ist es zum Beispiel billiger, anpassungsfähiger und stabiler. Zur Zeit wird in der Automobilindustrie nur ein relativ kleiner Anteil der gesamten Aluminiumproduktion verarbeitet. Die Studie kommt daher zu dem Ergebnis, daß sich ein verstärkter Einsatz wohl kaum nachteilig auf die Aluminiumproduktion auswirken dürfte und von den Produzenten als Chance verstanden werden sollte. Automobilhersteller entwickeln neue Fertigungsverfahren zur optimalen Nutzung von Aluminium im Chassisbau, die bei unterschiedlichen Produktionsvolumen anwendbar sind. Laut Studie liegen die auf die gesamte Lebensdauer berechneten Energiekosten (die Energie, die notwendig ist, um ein Auto herzustellen und 150.000 km zu fahren) bei Verwendung von Aluminium deutlich niedriger als beim Einsatz herkömmlicher Materialien. Die Verwendung von Aluminium führt im Vergleich zu Eisen und Stahl zu besseren Arbeitsbedingungen für Beschäftigte. Die Studie geht zwar davon aus, daß mit steigendem Einsatz von Aluminium Arbeitsplätze in der Eisen- und Stahlindustrie verlorengehen, daß diese Arbeitsplätze jedoch durch neue Stellen im Aluminiumsektor ersetzt werden.