Das Abwägen der Risiken bei industriellen Operationen
Im Rahmen des RISKGOV-Projekts wurden die Kriterien identifiziert und analysiert, die zu den Risiken beitragen, welche durch radioaktive und chemische Entladung bei industriellen Operationen sowohl für Personen als auch für die Umwelt entstehen. Das Projekt richtete sich auf den Vergleich der an der Qualität von Kontrollsystemen beteiligten Elemente sowie einer Methode, bei der Risikoaktivitäten anhand verschiedener Kriterien bewertet werden. Es wurden acht Fallstudien hinsichtlich des Risikokontrollprozesses in Frankreich, Schweden und Großbritannien durchgeführt, die chemische und radioaktive Abgaben sowohl auf lokaler als auch auf internationaler Ebene abdeckten. Zur Untersuchung der Handhabung von Installationsentladungen wurden Verbindungsausschüsse gegründet. Ein multidisziplinäres Forschungsteam führte die Analyse durch, die zum Großteil aus Gesprächen mit den Interessenvertretern bestand. Es wurden zahlreiche Prozesse berücksichtigt, einschließlich Leitprinzipien der Entscheidungsfindung, Rolle der Sachkenntnisse, Einbeziehung der Interessenvertreter, an der Entscheidungsgestaltung und Maßnahmeergreifung beteiligte Faktoren sowie die eigentliche Umsetzung von Entscheidungen. Durch all dies möchte das Projekt gute Modellbeispiele identifizieren und aus Schwächen lernen. Das kann durch einen ganzheitlichen Ansatz erreicht werden, der dazu dienen soll, neue komplexe und bereits vorhandene Probleme zu bewältigen. Darüber hinaus dient das Projekt durch den Einsatz von Selbstbewertungstools der Unterstützung während des Prozesses von sowohl Initiatoren als auch Interessenvertretern. Das Tool sollte den Nutzern die Zeit geben, über Probleme nachzudenken und darauf zu reagieren, was wiederum zur Akzeptanz der Risikokontrolle beitragen soll.