Die Bewertung von Veränderungen der Kohlenstoffvorräte in den europäischen Wäldern
Die effiziente Verwaltung der Kohlenstoffvorräte im Boden zur Minimierung des künftigen weltweiten Klimawandels gehört zu den immer wichtigeren Aspekten des Kyoto-Protokolls. Daher wurden im Rahmen des CARBO_INVENT-Projekts mehrere Multisource-Inventurverfahren wie die Bewertung des Kohlenstoffgehalts im Boden in Kombination mit Forstinventaren angewendet. Insbesondere untersuchten die Wissenschaftler Daten zum organischen Kohlenstoff im Boden aus typischen, großen Forstinventaren in sechs Testländern. Zur Verifizierung und Optimierung der Fähigkeit dieser Daten zur Repräsentation des jeweiligen Inventars wurde neben einer zusätzlichen Probenentnahme in einem der untersuchten Bereiche ein qualitativer Ansatz erarbeitet. In einem anderen Gebiet nutzten die Forscher ein alternatives Modell, um Grundwerte für den organischen Kohlenstoff im Boden zu erhalten. Auf diese Weise konnten für drei Testländer und einen Testbereich hoch auflösende Karten über die Kohlenstoffvorräte im Boden erstellt werden. Im einem dieser Testländer fand ein Regressionsverfahren Anwendung, während ansonsten regionale Schätzwerte aus dem Geomatching bzw. Class-Matching genutzt wurden. Ebenfalls wurden durch regionale Unterschiede bedingte Ungenauigkeiten berücksichtigt und Fehlerquellen bei den Plots einschließlich der Schätzwerte zum organischen Kohlenstoff im Boden genau überprüft. Darauf gründend wurde ein objektives, regionales Inventar zum organischen Kohlenstoff im Boden aufgebaut, um das Potenzial der aktuellen Verfahren zur Erkennung von Veränderungen des organischen Kohlenstoffs im Boden durch wiederholte Probenentnahmen aufzuzeigen. Es wird erwartet, dass dadurch die Entscheidungsfindung optimiert wird, da zuverlässige und präzise Informationen auf nationaler und/oder europäischer Ebene Anwendung finden.