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Inhalt archiviert am 2024-05-15
Internal dosimetry - enhancements in application

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Verbesserte Messungen der personalisierten internen Dosis

Im Zuge des IDEA-Projekts, dessen Finanzierung über das Euratom-Forschungs- und Ausbildungsprogramm erfolgte, wurde das OEDIPE-Softwaretool validiert. Die französische Abkürzung bedeutet "Instrument zur Bewertung der personalisierten internen Dosis". Es dient für die Ganzkörperzählung und zur Überwachung bei geringem Energieaufwand.

Zu modernem Strahlenschutz und den Sicherheitsverfahren für die individuelle Überwachung gehören die Anwendung der dynamischen Luftkonzentrationsbewertung in der Luft der Arbeitsumgebung, Probenentnahmen aus menschlichen Ausscheidungen und die In-vivo-Überwachung. Im Vergleich mit anderen Verfahren verfügt die In-vivo-Überwachung über bessere Möglichkeiten einer schnellen Bewertung der aufgenommenen Radioaktivität und eine hohe Zähleffizienz. Dennoch gibt es bei der Interpretation der Messungen noch Schwierigkeiten wie beispielsweise die Umwandlung der Impulszahlen in Spektrometriekanälen in aufgenommene Radioaktivität. Beim so genannten Kalibrierungsverfahren werden Phantome benutzt, die Unterschiede zwischen Personen nicht berücksichtigen. Zu den Unterschieden gehören die individuelle Anatomie, eine spezifische Größe sowie Form, Gewicht und Platzierung der Organe im Körper. Zudem geben die meisten der in den Körper gelangten radiotoxischen Radionuklide eine Strahlung von geringer Energie ab, wodurch die Aufnahme und die Streueffekte im Körper bzw. in den Organen des Betroffenen verstärkt werden. Deshalb können die Kalibrierungskoeffizienten für die Ganzkörper- oder organbezogene Zählung für weitere Berechnungen nur schwer bestimmt werden. Als Alternative zu den Referenzphantomen kann eine mathematische Simulation wie das Monte-Carlo-Verfahren für schnelle und genaue Berechnungen Anwendung finden. Eines der zurzeit bei der patientenspezifischen Dosimetrie (angestrebte Radiotherapie) verwendeten Tools, die OEDIPE-Software, wurde zur Nachprüfung ausgewählt. Bei dieser plattformübergreifenden grafischen Benutzerschnittstelle werden die individuellen Tomogramme der betroffenen benutzt, um den Strahlungstransport zu berechnen. Zu der Studie gehörten zwei Anwendungen - eine für die Messung von hochenergetischen Emittern bei der Ganzkörperzählung und eine weitere zur Messung von Aktiniden mit geringer Energie in der Lunge. Das OEDIPE-Softwaretool erbrachte Ergebnisse, die gut mit den Messungen in beiden Fällen übereinstimmten. Man wies nach, dass, wenn man die individuelle Anatomie eines Betroffenen berücksichtigt, sich doppelt so viele oder noch mehr Korrekturfaktoren zur Bewertung der Radioaktivität ergeben können. Durch die Flexibilität gerade bei komplexen Geometrien kann dieses hervorragende Tool neben der In-vivo-Messung auch in anderen Bereichen eingesetzt werden. Beispielsweise eignet es sich für die Verwendung bei der Kontaminationsuntersuchung mit gemischten Aktiniden und bei jeglicher Monte-Carlo-Simulation, wenn mehrere überlagerte Bilder eine komplexe Geometrie ergeben.

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