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Inhalt archiviert am 2022-11-28

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Koordination von Strukturbiologie in Europa

Die Europäische Kommission, GD XII, hat eine neue Methode zur Koordinierung von Forschungsarbeiten auf einzelstaatlicher, Gemeinschafts- und industrieller Ebene entwickelt, mit dem Ziel, die Zusammenarbeit zu verstärken und eine Duplizierung des Arbeitsaufwands zu vermeiden. D...

Die Europäische Kommission, GD XII, hat eine neue Methode zur Koordinierung von Forschungsarbeiten auf einzelstaatlicher, Gemeinschafts- und industrieller Ebene entwickelt, mit dem Ziel, die Zusammenarbeit zu verstärken und eine Duplizierung des Arbeitsaufwands zu vermeiden. Das Feld der Strukturbiologie wurde zur Erprobung dieser neuen Methodik verwandt, und darüber ist unlängst ein Bericht veröffentlicht worden. Der zunehmende Trend zur interdisziplinären Wissenschaft, der Bedarf an größeren Geräten und kostspieligen Anlagen sowie die Komplexität und Dringlichkeit wissenschaftlicher Aufgaben bedeuten, daß eine Intensivierung der gemeinsamen Nutzung von Befunden sowie Zusammenarbeit zwischen Forschern aus verschiedenen Mitgliedstaaten erforderlich sind. Des weiteren werden die Forschungspolitiken der Mitgliedstaaten trotz dieser Trends und trotz Bemühungen, die Koordination auf europäischer Ebene zu verbessern, nach wie vor weitgehend individuell, ohne gegenseitige Konsultation, ausgearbeitet. Der Sektor Strukturbiologie wurde aus dem Grunde zur Erprobung der neuen Methode ausgewählt, da er diese Trends gut veranschaulicht und die meisten wissenschaftlichen und industriellen Felder berührt. Der Ansatz setzt sich aus drei Hauptstufen zusammen: - Erfassung und gemeinsame Nutzung von Informationen über einzelstaatliche Forschungsprogramme; - Formulierung von Empfehlungen zur verbesserten Koordination der Strukturbiologie innerhalb Europas. Dazu gehörten zwei Positionspapiere; das eine aus der Industrie und das andere von einzelstaatlichen Programm-Managern stammend; - Unterbreitung von Vorschlägen zu operativen Szenarien zur praktischen Umsetzung dieser Empfehlungen. Die Erfahrung mit Strukturbiologie hat eine Reihe von Beobachtungen hervorgebracht. Während alle Beteiligten die gemeinsame Nutzung von Informationen über einzelstaatliche Programme als wesentlichen Schritt erachten, hat sich die praktische Durchführung als sehr viel schwieriger erwiesen als erwartet. Die von der Industrie identifizierten Erfordernisse entsprechen ziemlich genau den von den einzelstaatlichen Programm-Managern identifizierten Erfordernissen. Die Entwicklung von Szenarien zur praktischen Umsetzung dieser Empfehlungen erwies sich daher als relativ einfach. Die vorgeschlagenen Szenarien sind alle mit dem bestehenden Biotechnologieprogramm der Gemeinschaft kompatibel, was bedeutet, daß die in diesem Sektor aktiven Personen Gelegenheit erhalten, ihre Bereitschaft zur tatsächlichen Koordination unter Beweis zu stellen. Ein unerwarteter positiver Ausstrahlungseffekt dieses Projekts ist die Einrichtung der Structural Biology Industrial Platform (Industrieplattform Strukturbiologie), die zur intensiveren Koordination innerhalb der Industrie beitragen soll.

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