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The development of a timely and robust tool to analyze relations that link crop and livestock diversity and income to nutrition in poor rural areas in Sub-Saharan Africa

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Nahrung für Alle

Es besteht ein dringendes Bedürfnis für die Entwicklung von Tools, die Landwirtschaft mit dem Ernährungsbedarf in Afrika verbinden, wo Hunger und Unterernährung immer noch gang und gäbe sind. Das Projekt Agrinuts EU legt eine Lösung zu diesem Problem vor.

Klimawandel und Umwelt icon Klimawandel und Umwelt

Obwohl in den vergangenen Jahrzehnten große Schritte unternommen wurden, um den Hunger in der Welt zu senken und die landwirtschaftliche Produktivität zu erhöhen, sind immer noch mehr als eine Milliarde Menschen chronisch unterernährt. Außerdem leiden mehr als drei Milliarden Menschen an einer Mangelernährung, die behoben werden muss. Um den Grund für Hunger zu verstehen und diesen zu bewältigen, müssen Forscher die Ursachen für Unterernährung auf Landes-, Gemeinde- und regionaler Ebene untersuchen. Sie müssen Lösungen entwickeln und politische Strategien umsetzen, die besonders auf gefährdete Bevölkerungsteile zugeschnitten sind. Das Projekt der Milleniumsdörfer (Millennium Villages Project, MVP) und das Consortium of Improving Agriculture-based Livelihoods in Central Africa (CIALCA) sind zwei einzigartige Projekte, die die ländliche Entwicklung in Afrika südlich der Sahara unterstützen. Aufbauend auf diesen Initiativen entwickelt das EU-finanzierte Projekt Werkzeuge, um die Verbindungen zwischen der Landwirtschaft und dem Ernährungssektor zu untersuchen und zu stärken. Es sammelt und führt Querverweise von biophysikalischen und sozioökonomischen Daten auf der Grundlage von Feld- und Literaturrecherchen durch, um Schlussfolgerungen zu ziehen und Empfehlungen auszuarbeiten. Anschließend wird Agrinuts untersuchen, wie machbar und synergiefähig diese Initiativen und Interventionen bei der Unterstützung eine unter- und mangelernährten Bevölkerung sind. Das Projekt untersucht auch ökologische Werkzeuge und Wissen, um die Nahrungsmittelvielfalt des landwirtschaftlichen Systems zu thematisieren. An drei Standorten des Projekts für Milleniumsdörfer in Afrika südlich der Sahara wurden neben Lebensmittel- und Ernährungsindikatoren Daten zur Agrobiodiversität gesammelt. Dies hilft bei der Bewertung des Anbausystems im Hinblick auf die für das menschliche Leben erforderliche Nährstoffvielfalt. Mit dem entwickelten Tool lässt sich die Redundanz von Nährstoffgruppen im System feststellen sowie Anbausorten, die die Ernährungsvielfalt des Systems erhöhen oder senken. Das Tool hilft dabei, landwirtschaftliche Systeme über konventionelle Indikatoren wie Ertrag und wirtschaftliches Kosten/Nutzenverhältnis hinaus zu bewerten. Außerdem fand 2009 am Earth Institute eine Konferenz über die Bewertung der globalen Landwirtschaft statt. Über 100 Experten beschrieben Mittel zur Bewertung von Anbau- und Verteilungspraktiken, um eine ausreichende Nahrungsmittelversorgung einer Weltbevölkerung von 9 Milliarden Menschen im Jahr 2050 sicherzustellen. Am Ende des Workshops waren sich die Teilnehmer darüber einig, dass eine größere Paradigmenverschiebung im Hinblick auf die Bewertung der Landwirtschaft notwendig sei, wobei alle sozialen, wirtschaftlichen und umweltrelevanten Auswirkungen zu berücksichtigen seien. Die Projektpartner tragen derzeit zu diesem Unternehmen bei und die Ideen werden weiter verfolgt. Wenn die entstehenden Ideen und Empfehlungen genutzt werden, könnte dieses bescheidene Projekt, die Art und Weise, wie wir die Welt ernähren, zum Guten verändern.

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