Modernisierung von Zahlungswegen für ländliche Entwicklung
Ländliche Entwicklung besitzt für die EU seit langem Priorität und hat in den letzten beiden Jahrzehnten von starker finanzieller Unterstützung profitiert. Das EU-finanzierte Projekt Agrigrid hat methodische Systeme entwickelt, die in vielen Fällen Zahlungswege und Zahlungsbedingungen erleichtern. Dazu gehören Agrarumweltmaßnahmen, Natura 2000-Zahlungen, Ausgleichszulagen sowie Maßnahmen für Tierschutz und Forstwirtschaft. Das Projekt hat in mehreren EU-Ländern und -Regionen mit unterschiedlichen agronomischen und ökologischen Bedingungen Fallstudien durchgeführt. Es sammelte Informationen zu Landwirtschaft, natürlichen Bedingungen, Eigenarten der Produktion und Agronomie und ermittelte zugleich den Bedarf und die Verfügbarkeit von Daten. Darüber hinaus untersuchte Agrigrid alle verbundenen Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen und verknüpfte sie mit bestehenden Methoden zur Zahlungsberechnung, um das System zu verbessern. Für einige Länder, etwa die Tschechische Republik, Deutschland, Griechenland, Litauen, Finnland und Großbritannien, wurden neue Systeme in regionalen Fallstudien getestet. In den Testläufen wurden Behörden und politische Entscheidungsträger der Regionen einbezogen, um als Akteure das Berechnungssystem für verschiedene Zahlungsmaßnahmen zur ländlichen Entwicklung zu nutzen. Das ebenso harmonische wie flexible Berechnungsverfahren ermöglicht es zudem EU-Beamten, die gleiche Sprache zu verwenden wie die staatlichen Akteure und Entscheidungsträger. Gründlichen Tests in verschiedensten Umfeldern zufolge, vom schottischen Hochland bis zu den griechischen Inseln, könnte das System die gesamte Kommunikation, Finanzierung und Unterstützung zur Entwicklung ländlicher Räume Europas erneuern.