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Inhalt archiviert am 2024-05-29
Incorporating the extrinsic drivers into fisheries management

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Ein holistischer Ansatz im Fischereimanagement

Die Ergebnisse und Anwendungen eines neuen europäischen Projekts eröffnen eine neue Ära im Fischereimanagement. Der Ansatz geht über einfache Zählungen der Fischbestände heraus und versucht, alle Einflussfaktoren mit einzubeziehen.

Erfahrungen haben gezeigt, dass ein ausschließlich auf Fischbestände konzentrierter Ansatz nicht immer die optimale Lösung im Fischereimanagement ist, vor allem deshalb, weil die Gesundheit der Fischbestände von mehreren Faktoren abhängt, die teilweise nichts mit dem Fisch selbst zu tun haben. Diese so genannten extrinsischen Faktoren können natürlichen Ursprungs sein wie etwa Klimabedingungen, aber auch anthropogenen Einflüssen geschuldet sein, z.B. Gewässerverunreinigungen. Das Projekt IN EX FISH (Incorporating the extrinsic drivers into fisheries management) versuchte, diese komplexen Zusammenhänge mit einzubeziehen. Eine EU-finanzierte europäische Expertengruppe aller relevanten Fachrichtungen recherchierte frühere und aktuelle Forschungsergebnisse und erstellte eine Liste kritischer anthropogener und natürlicher Faktoren, darunter Umweltbedingungen, Nahrungsverfügbarkeit, Verschmutzungsgrad und Fischmortalität. Im nächsten Schritt wurde ein generalisiertes adaptives Modell (GAM) angepasst, um die relative Bedeutung dieser extrinsischen Akteure zu ermitteln. Wie sich herausstellte, sind es vor allem anthropogene Faktoren, die Einfluss auf die Gesundheit der Fischbestände haben. Korrektive Maßnahmen effizient umzusetzen, bleibt zwar eine enorme Herausforderung, zumindest sind aber die Zusammenhänge im Wesentlichen klar. Natürliche Faktoren hingegen sind weniger bedrohlich, aber auch schwerer steuerbar. Ein weiteres Modell - Fisheries Library in R (FLR) – wurde anschließend herangezogen, um die Auswirkungen verschiedener Managementinitiativen wie etwa Befischungsregelungen (Harvest Control Rules, HCR) zu modellieren. Insgesamt wurden sieben HCR für eine breite Palette von Umweltbedingungen getestet. Aus IN EX FISH ging hervor, dass eine gegebene Befischungsregelung effektiver ist, wenn sie sich an den Bedingungen des lokalen Ökosystems orientiert. Zur Optimierung dieses Ergebnisses wurden weitere Datenerhebungen zu extrinsischen natürlichen und anthropogenen Faktoren empfohlen.

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