Nanotechnik klopft bei Holzprodukten an
Fortschrittliche Nanotechnologieanwendungen können zur Modernisierung vieler Industriezweige herangezogen werden. Dies gilt auch für Forsterzeugnisse aus Zellulose und Holz bis hin zu Verpackungmaterialien. Es ist jedoch notwendig, diese supermodernen Entwicklungen im Bereich der Nanotechnologien zuzuordnen, die den Sektor erheblich voranzubringen versprechen. Genau dies war das Ziel des von der EU geförderten Nanoforest-Projekts ("A nanotechnology roadmap for the forest products industry"). Das Projekt arbeitete eifrig an der Untersuchung der Wechselbeziehungen zwischen hochmoderner Nanotechnologie und den zu erwartenden Fortschritten, die auf die Forstwirtschaft und ihre Produkte übertragbar sein könnten. Schwerpunkte waren Zellstoff, Papier, Pappe sowie weitere Holzprodukte, zusätzlich zu neuartigen Anwendungen, bei denen Zellulosefasern genutzt werden. Nanoforest konzentrierte sich im Folgenden auf Ansätze zur Verbesserung der Funktionsfähigkeit üblicher Endprodukte sowie auf Innovationen im Zusammenhang mit neuen faserbasierten Plattformen, die Materialproduktion und Verpackung weiter voranbringen könnten. Das Projekt rief zur Einrichtung eines Austauschnetzwerks für europäische Wissenschaftler und Interessengruppen auf, um die Arbeit an der Nanotechnologie in der Industrie aufzuwerten und anzuschieben sowie neue Chancen zu eröffnen. Es bestätigte außerdem die hohen Kosten, die mit der Beschaffung von Ausrüstung und der Einstellung von Fachkräften verbunden sind, will man die neue Technologie weiter voranbringen. Wird der Aufruf nach interdisziplinärer Forschung in diesem Bereich erhört und werden geeignete miteinander vernetzte Kanäle eingerichtet, so könnte die Industrie auf vielfältige Weise profitieren. Letztlich bedeutet dies ein Spektrum neuer Anwendungen und Produkte im Zusammenhang mit Holz, die Europa in eine führende Position auf diesem Gebiet katapultieren könnten.