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Sharka Containment

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Steinobstbäume gegen die Scharka-Krankheit schützen

Wissenschaftler haben eine Reihe an biologischen und praktischen Lösungen zur Einschränkung der verheerenden Folgen der sogenannten Scharka-Krankheit gefunden. Diese Krankheit befällt Steinobst wie Pfirsiche, Aprikosen und Pflaumen.

Klimawandel und Umwelt

Die durch Scharka entstehenden, sauren und deformierten Früchte können nicht vermarktet werden. Darüber hinaus kann die Verbreitung der Krankheit nur eingedämmt werden, indem man alle Bäume vernichtet, die mit dem Erreger, dem Plum-Pox-Virus (PPV), befallen sind. Eine EU-finanzierte Initiative namens "Sharka containment" (SHARCO) wurde eingerichtet, um Wissen zu gewinnen und Mittel zu entwickeln, die Steinobsterzeugern dabei helfen, das Infektionsrisiko zu minimieren. Das Projekt konzentrierte sich insbesondere auf jene europäischen Länder, in denen der Virus endemisch auftritt. Erzeuger haben nun Zugang zu PPV-resistentem Pflanzenmaterial sowie zu genauen und zuverlässigen PPV-Nachweismethoden, Richtlinien, Frühwarnsystemen und einem Entscheidungshilfesystem. Forscher gewannen des weiteren Einblick in die Vielfalt der Viren und bestimmten die treibenden Faktoren hinter der Verbreitung von PPV. Teilnehmer des Projekts deckten alle relevanten Aspekte im Hinblick auf die Schwachstellen von Steinobst ab, von der Samenproduktion über die Veredelung bis zum Plantagen-Management. Das daraus entstehende Tool wird es Erzeugern ermöglichen, die Verbreitung der Krankheit sowohl in Obstplantagen als auch Baumschulen einzugrenzen. Man geht davon aus, dass eine Kombination der vom SHARCO-Projekt zur Verfügung gestellten Maßnahmen das PPV-Vorkommen massiv senken und damit den Handel mit Steinobst sichern kann.

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