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Europäische Erhebung über die Informationsgesellschaft - Zwischenergebnisse

Die Europäische Erhebung über die Informationsgesellschaft (ESIS) wurde im Februar 1997 durch das "Büro Projekte der Informationsgesellschaft" (ISPO) der Europäischen Kommission lanciert. Im Anschluß an die ersten sieben Monate der Arbeiten über die Erhebung hat ISPO einen Zwi...

Die Europäische Erhebung über die Informationsgesellschaft (ESIS) wurde im Februar 1997 durch das "Büro Projekte der Informationsgesellschaft" (ISPO) der Europäischen Kommission lanciert. Im Anschluß an die ersten sieben Monate der Arbeiten über die Erhebung hat ISPO einen Zwischenbericht über die erzielten Ergebnisse veröffentlicht. Das Ziel von ESIS ist die Durchführung einer Untersuchung über die durch die Mitgliedstaaten im Bereich der Informationsgesellschaft durchgeführten Aktionen und Projekte. Das Projekt wird zunächst über einen Zeitraum von zwei Jahren laufen und von entsprechenden Organisationen in jedem Mitgliedstaat durchgeführt, wobei die Koordination auf europäischer Ebene durch ISPO erfolgt. Im Mittelpunkt von ESIS steht die Aufstellung einer Projektliste. Diese Projekte müssen Informations- und Kommunikationstechnologien auf innovative und interaktive Weise nutzen und Fernzugriff bieten. Die Liste wird auf Grundlage eines Standardfragebogens zusammengestellt, der von den Projektpromotoren auszufüllen ist. Bis heute sind etwa 10 000 Fragebogen an Projektpromotoren in ganz Europa verschickt und mehr als 600 ausgefüllte Fragebogen zurückgeschickt und in die ESIS-Datenbank eingegeben worden. Mittlerweile liegen vorläufige staatliche und europäische, qualitative und quantitative Analysen auf Grundlage konkreter Daten und Statistiken als ein Ergebnis vor (Art der Promotoren, Projektausrichtung und Anwendungsbereiche, Zielgruppen, geographische Ebene der Entwicklungsverfahren und Anwenderzugang, benutzte Technologien, Finanzierungsquellen usw.). In bezug auf die von den Projekten erfaßten Anwendungsbereiche fällt der größte Anteil auf den Sektor allgemeine und berufliche Bildung (40%). Andere stark vertretene Bereiche umfassen: öffentliche Verwaltung und Regierung (30%); Handel und Gewerbe (27%); und Kunst, Kultur und Unterhaltung (22%). Die geringsten Anzahl von eingereichten Projekten wurde im Bereich Verkehr und Umweltvorhaben verzeichnet. Nach Ansicht der Befragten sind die größten Hindernisse bei der Projektentwicklung finanzieller Natur (Entwicklungs- und Infrastrukturkosten). Andere Hindernisse bestehen aufgrund begrenzter Humanvermögen und gesetzlicher Probleme. Interessanterweise werden Anwenderwiderstände als die geringste Hemmschwelle angesehen. Gegenwärtig werden ausführlichere Ergebnisse der Projektstatistik bis heute vorbereitet und diese sollten in den nächsten Monaten zum Abruf on-line vorliegen. Außerdem umfaßt ESIS die Überwachung und regelmäßige Analyse neuer Verordnungen sowie von Aktionen, die auf die Förderung öffentlicher und privater Initiativen in der Informationsgesellschaft abzielen. Staatliche Zusammenfassungen auf Grundlage detaillierter analytischer Berichte beleuchten die wichtigsten Entwicklung in diesem Bereich und werden vierteljährlich auf den neuesten Stand gebracht. Die 15 Berichte zeigen ein bisher einmaliges europäisches Panorama. Eine Synthese befindet sich in Vorbereitung und wir in Kürze vorgestellt. Die erste ESIS-Konferenz findet im Dezember 1997 in Brüssel statt. EU-Kommissar wird auf der Konferenz eine Ansprache halten und es werden die wichtigsten Ergebnisse der ESIS-Projekte bis heute präsentiert. Die Tagesordnung der Konferenz wird in Kürze auf dem ISPO WWW Server (siehe unten) vorliegen.

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