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Virtuelle ärztliche Beratung - bessere Gesundheitsversorgung

Es ist gängige Praxis für Ärztinnen und Ärzte, über medizinische Fälle zu beraten, um die richtige Diagnose zu stellen und die bestmögliche Gesundheitsversorgung für die Patienten zu gewährleisten. In vielen Entwicklungsregionen ist es jedoch eine wahre Herausforderung, genügend Experten zu finden. Ein EU-finanziertes virtuelles Netzwerk wird weiterhin den Ärzten aus Afrika und Lateinamerika dabei helfen, ihr Fachwissen miteinander zu teilen.

Digitale Wirtschaft

Die Einholung von Zweitmeinungen und Konsultationen unter Spezialisten sind integraler Bestandteil der Ausübung des Arztberufs. Auf diese Weise vermeidet man Fehler in der Diagnose und Behandlung und stellt gleichzeitig die höchste Qualität der Gesundheitsversorgung sicher. In vielen Teilen Afrikas und Lateinamerikas ist allerdings der Zugriff auf das Wissen anderer Experten in einem vorgegebenen medizinischen Bereich, insbesondere in Bezug auf seltene Krankheiten, eine enorme Herausforderung. Eine Lösung liegt im virtuellen Bereich, und genau das ist Gegenstand des ISA-Projekts ("iNTER Support Action (International Network of Teleconsultation Excellence and Referral)"). Das im Themenbereich "Gesundheit" des Siebten Rahmenprogramms der EU (RP7) finanzierte Projekt baute eine speziell dafür vorgesehene Web 2.0-Plattform auf, um den Austausch von medizinischen Bildern, Videos und Berichten zwischen Spezialistinnen und Spezialisten in Afrika, Lateinamerika und Europa zu ermöglichen. In Folge gründlicher technischer und klinischer Validierung bewies die ISA-Plattform in den beiden Zielregionen ihre Wirksamkeit als ein Instrument zur besseren medizinischen Entscheidungsfindung und Gesundheitsversorgung. Mediziner, die sich für diesen kostenlosen Service anmelden, haben Zugriff auf das Fachwissen anderer Fachleute im eigenen Land und auch in den anderen teilnehmenden Ländern. Neben den diagnostischen Möglichkeiten wird ISA zunehmend als ein wertvolles Lehrmittel genutzt, das langfristig zur Verbesserung der Qualität der Gesundheitsversorgung über das Netzwerk dienen soll. Obgleich das Projekt beendet ist, wird das ISA-Netzwerk weiter wachsen und vertieft werden und somit auf konkrete Weise seine Nützlichkeit und Nachhaltigkeit beweisen. Die Projektpartner wollen die Plattform organisch in neue Richtungen wie etwa Pflege und Onkologie erweitern.

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