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Inhalt archiviert am 2022-11-28

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Beurteilung der langfristigen Folgen der Deponierung von radioaktivem Abfall in der Arktik

ARMARA ist ein Projekt, das von der Kommission im Rahmen des Forschungsprogramms für sichere Kernspaltung finanziert wird und die langfristigen Folgen der Deponierung von radioaktivem Abfall in der Kara- und Barentssee seitens der ehemaligen Sowjetunion beurteilen soll. Das P...

ARMARA ist ein Projekt, das von der Kommission im Rahmen des Forschungsprogramms für sichere Kernspaltung finanziert wird und die langfristigen Folgen der Deponierung von radioaktivem Abfall in der Kara- und Barentssee seitens der ehemaligen Sowjetunion beurteilen soll. Das Projekt war Anfang 1996 unter Mitwirkung von zehn EU- und drei norwegischen Forschungsinstituten in Angriff genommen worden. Die Koordination unterliegt der Abteilung für experimentelle Physik des University College in Dublin. Das Projekt hat eine Reihe von modellbezogenen Stichprobenkampagnen in den arktischen Meeren durchgeführt und umfangreiche Daten über die Radionuklid-Verschmutzung und Transfermechanismen gesammelt, die inzwischen interpretiert und dazu verwendet wurden, ein fortschrittliches Teilbereichsmodell der Radionuklidzerstreuung zu verbessern und zu validieren. Diese Arbeit wird die Vorhersage der wahrscheinlichen kurzfristigen und langfristigen Einwirkung auf die Menschheit ermöglichen und den Entscheidungsträgern klare wissenschaftliche Richtlinien zur Verfügung stellen, falls Abhilfs- oder Gegenmaßnahmen erforderlich sind. Innerhalb der Arktik sind die Skt.-Anna-/Voronin-Rinnen als eine wichtige Region für den Austausch der Wassermassen zwischen dem arktischen Schelf und dem Zentralarktischen Ozean ermittelt worden. Im Laufe der Zeit wird radioaktives Material, das aus deponierten Kernreaktoren und anderem nuklearen Abfall in der Karasee entweicht, durch dieses Gebiet advektiert. Daten bezüglich der Plutoniumkonzentration in gefiltertem Oberflächenwasser und dem sich unmittelbar darunter befindlichen Wasser, welches im Sommer 1996 entlang einem latitudinalem Schnitt durch diese Rinnen entnommen wurde, zeigen keine verstärkte Plutoniumkonzentration aufgrund des deponierten Materials. Die Daten zeigen jedoch die Injektion von modifiziertem Atlantikwasser mit einer beträchtlich höheren Plutoniumkonzentration in nord-südlicher Richtung durch die Skt.-Anna-Rinne. Die Daten bestätigen den weitreichenden Transport von Plutonium in der gelösten Phase, wahrscheinlich als eine Kombination aus Plutonium in echter Lösung mit einem geringeren Anteil in Kolloidform. Die Arbeiten vor Ort und im Labor werden fortgesetzt. Das Projekt soll im Juni 1999 beendet sein.

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