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Inhalt archiviert am 2023-04-26

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EU unterstutzt Unternehmen beim Stromsparen

Start des Motorchallenge Programms der EU / Motorgetriebene Systeme verursachen zu hohe Stromkosten / Potenziale bleiben ungenutzt / Unternehmen fur Pilotphase gesucht,

Unternehmen könnten ihre Stromkosten für motorgetriebene Systeme um bis zu 30 Prozent senken. Viele dazu notwendige Maßnahmen rentieren sich dabei oft schon in weniger als drei Jahren. Das zeigen Untersuchungen des Fraunhofer-Instituts für Systemtechnik und Innovations-forschung ISI, Karlsruhe. Die EU-Kommission will nun interessierte Unternehmen beim Sparen von Energie unterstützen und hat daher das Motorchallenge-Programm ins Leben gerufen. Motorgetriebene Systeme wie Pumpen, Ventilatoren oder Kompressoren sind für gut 70 Prozent des industriellen Strombedarfs verantwortlich; im Dienstleistungs- und Kleingewerbesektor für knapp 40 Prozent. In der EU entspricht dies fast 800 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr. Das ist weit mehr als was Deutschland an Strom verbraucht. Die jährlichen Kosten für die Unternehmen belaufen sich auf gut 56 Mrd. Euro. Trotz der hohen Kosten werden betriebswirtschaftlich rentable Maßnahmen zum effizienten Stromeinsatz bisher nicht ausreichend umgesetzt. Ihr Charakter als allgegenwärtige Querschnittstechnologie verhindert paradoxerweise, dass Elektromotoren als wichtige Energieverbraucher wahrgenommen werden. Doch stellen die Energiekosten über die gesamte Lebensdauer gerechnet bei weitem den größten Kostenblock dar. Bei Druckluftanlagen machen die Stromkosten beispielsweise knapp zwei Drittel der gesamten Kosten aus, während das restliche Drittel auf Investition und Instandhaltung entfallen. Die EU-Kommission setzt hier nun mit ihrem Motorchallenge-Programm an. Sie sucht jetzt Unternehmen, die sich an einer Pilotphase beteiligen. Betriebe, die am Motorchallenge-Programm teilnehmen, können dreifach profitieren: Sie sparen Strom und damit Kosten ein, sie können gleichzeitig die Qualität und Zuverlässigkeit ihrer motorgetriebenen Systeme verbessern und sie können ihr Engagement für den Schutz der Umwelt öffentlich demonstrieren, indem sie ein extra dafür geschaffenes Logo für ihre Öffentlichkeitsarbeit einsetzen. Interessierte Unternehmen können sich als »Partner« oder als so genannte »Unterstützer« beteiligen. Die Partner erklären sich zur freiwilligen Durchführung von Maßnahmen bereit, die den Stromverbrauch ihrer Motorsysteme verringern. Dabei werden sie von der EU-Kommission respektive von nationalen Kontaktstellen unterstützt. Die Aufgabe der »Unterstützer« besteht darin, Partner zu gewinnen und ihnen bei der Umsetzung der Maßnahmen zu helfen. Typischerweise sind das Anlagenhersteller oder Dienstleister wie Ingenieurbüros. In Deutschland wird das Motorchallenge-Programm vom Fraunhofer ISI und dem Forschungszentrum Jülich betreut. Interessierte Unternehmen erhalten weitere Informationen bei: Fraunhofer ISI, Carsten Nathani, Breslauer Straße 48, 76139 Karlsruhe, Telefon: (0721) 68 09 113, E-Mail: carsten.nathani@isi.fhg.de oder im Internet unter www.motorchallenge.de Das Fraunhofer-Institut fur Systemtechnik und Innovationsforschung ISI erweitert das naturwissenschaftlich-technisch orientierte Fachspektrum der Fraunhofer-Gesellschaft um wirtschafts- und gesellschaftspolitische Aspekte. Dazu analysiert es technische Entwicklungen sowie deren Marktpotenziale und Auswirkungen auf Wirtschaft, Staat und Gesellschaft. Die interdisziplinar zusammengesetzten Teams des Instituts konzentrieren sich insbesondere auf die Bereiche Energie, Umwelt, Produktion, Kommunikation und Biotechnologie sowie auf die Regionalforschung und Innovationspolitik.,

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