Grune Energie fur Stadtquartiere: Startschuss fur POLYCITY
Das Steinbeis-Europa-Zentrum unterstützte die Hochschule für Technik bei der Antragstellung und den Vertragsverhandlungen mit der Europäischen Kommission und übernimmt jetzt als Partner im Projekt das administrative Projektmanagement. Nun fiel der offizielle Startschuss mit einer Auftakt-Tagung (Kick-off Meeting) am 9. und 10. Mai, zu der die Projektpartner aus Spanien und Italien anreisten. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, übernimmt die Schirmherrschaft über diese Veranstaltung. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Entwicklung innovativer Lösungen für den Einsatz von erneuerbaren Energien in urbanen Stadtvierteln in drei europäischen Ländern. In realen Bauprojekten mit wissenschaftlicher Projektentwicklung und Begleitforschung wird gezeigt, wie der Anteil immer knapper und teurer werdender fossiler Brennstoffe zugunsten von Energie aus Sonne und Biomasse gesnkt werden kann. Das insgesamt 17 Millionen Euro an Investitionen umfassende Vorhaben wird von der EU mit rund 8 Millionen Euro bezuschusst. Mit POLYCITY hat bundesweit zum ersten Mal eine Fachhochschule die Leitung eines Projekts in diesem Umfang inne. Die Leitung und Koordinierung des Projekts liegt bei Dr. Ursula Eicker, die das Vorhaben zusammen mit ihren deutschen und europäischen Partnern konzipiert hat. Ursula Eicker ist Professorin für Bauphysik an der HfT und leitet das Institut für angewandte Forschung der Hochschule sowie das Zentrum für angewandte Forschung Nachhaltige Energietechnik (zafh.net). Das Steinbeis-Europa-Zentrum unterstützte die Hochschule für Technik bei der Antragstellung und den Vertragsverhandlungen mit der Europäischen Kommission und übernimmt jetzt als Partner im Projekt das administrative Projektmanagement. Das Steinbeis-Europa-Zentrum (SEZ) hat zur Aufgabe, den Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen Baden-Württembergs den Weg nach Brüssel zu erleichtern und sie in Fragen der europäischen Forschungs- und Technologieprogramme zu unterstützen. Seit 1993 ist das SEZ offizielles EU-Verbindungsbüro für Forschung und Technologie (Innovation Relay Centre), und wurde von der Kommission zusätzlich damit betraut, die Nutzung der Ergebnisse europäischer Forschung und Technologieentwicklung zu fördern. Scharnhauser Park/Deutschland,Das ehemalige Militärareal wird zu einem Stadtquartier mit hoher Lebensqualität für 10.000 Einwohner ausgebaut. Zentrale Forschungsthemen sind: thermische Kühltechniken für die sommerliche Klimatisierung von Bürobauten, ganzjährige Nutzung von Solarenergie, Kraft-Wärme-Kältekoppelung und kommunales Energiemanagement auf der Basis modernster Informationstechnologien (online, real-time, betriebsbegleitende Simulation). Cerdanyola del Vallés/Spanien,Im Norden von Barcelona entsteht ein für 50.000 Einwohner geplantes Neubaugebiet mit integriertem Technologiepark. Hier liegt der Fokus der Forschung auf Planung und Optimierung eines Nahwärme- und Nahkältenetzes mit innovativen Technologien: 11 MW modernste Gas-BHKWs, 2 MW Biomasse, 2.000 m2 solarthermische Kollektoren und thermische Kältetechnik im Megawattbereich. Arquata, Turin/Italien,Ende des 19. Jh. entstand das Arbeiterviertel Arquata in Turin. In den kommenden Jahren wird es unter ökologischen Gesichtspunkten generalsaniert. Dabei zielt die Forschung besonders auf die Verbrauchsreduzierung in den Gebäuden bei geringen Kosten sowie auf die Einrichtung eines Nahwärmenetzes im Bestand ab. Der Scharnhauser Park, Arquata und Cerdanyola del Vallés werden damit zu den 31 ökologischen Vorzeige-Stadtquartieren der EU gehören, die im Rahmen des CONCERTO-Programms der EU gefördert werden und von deren Erfahrungen andere profitieren können. Die EU unterstützt damit Städte, die für größere Investitionen im Bereich erneuerbarer Energien bereit sind und eine Vorreiterrolle in Europa übernehmen wollen. Rund 20 weitere Kommunen aus ganz Europa und darüber hinaus haben bereits ihr Interesse bekundet, als Beobachter an POLYCITY teilzunehmen. Sie wollen die Erkenntnisse für eigene, teils schon geplante Bauvorhaben nutzen. Die EU fördert mit POLYCITY erstmals angewandte Forschung im kommunalen Bereich in einem Projekt dieser Größenordnung. An allen drei Projektorten sind Stadtverwaltungen, Bauinvestoren, Energieunternehmen und Forschungsinstitute als Projektpartner beteiligt: Deutschland: ,- zafh.net Zentrum für angewandte Forschung Nachhaltige ,Energietechnik, Hochschule für Technik Stuttgart,- Steinbeis Europa Zentrum Stuttgart ,- Stadt Ostfildern,- Siedlungswerk Stuttgart GmbH,- Stadtwerke Esslingen,- Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH,- Institut für Energiewirtschaft, Universität Stuttgart Spanien:,- Consorci Urbanistic del Centre Direccional de Cerdanyola del Vallés,- Department de Medi Ambient, Generalidad de Catalunya,- Institut Català d'Energia,- Centre d'Innovació Tecnológica en Revalorització Energética i ,Refrigeració, Universitat Rovina i Virgili ,- Fundació Privada Institut Ildefons Cerdà ,- Groupement Eurorégional des Systèmes Photovoltaiques Italien :,- Agenzia Territoriale per la Casa della Provincia di Torino,- Azienda Energetica Metropolitana di Torino Società per Azioni, Turin,- Centro Ricerche Fiat Società Consortile per Azioni, Turin,- Politecnico di Torina,- Comune di Torino außerdem: ,- EC Baltic Renewable Energy Centre, Danzig/Polen,- Ècole Polytechnique Montréal, Kanada, ,Rückfragen:,Prof. Dr. Ursula Eicker,Hochschule für Technik Stuttgart,zafh.net - Zentrum für angewandte Forschung ,an Fachhochschulen Nachhaltige Energietechnik,Schellingstraße 24, 70174 Stuttgart ,Tel. 0711- 121 28 31,E-mail: ursula.eicker@hft-stuttgart.de,und,Valerie Bahr, Steinbeis-Europa-Zentrum,Tel: 0711-1234021,E-mail: bahr@steinbeis-europa.de