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Inhalt archiviert am 2023-04-26

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Sanft und lautlos über Brücken

Eine Innovation gefördert durch das BMBF-Programm „Angewandte Forschung an Fachhochschulen im Verbund mit der Wirtschaft (FH3)“

Wer über eine Brücke fährt, kommt an den Fahrbahnübergängen oft ganz schön ins Holpern. Das beeinträchtigt nicht nur den Fahrkomfort, sondern stellt für die Anwohner eine ständige Lärmquelle dar und bedarf, vor allem im innerstädtischen Bereich, oft aufwändiger Schallschutzmaßnahmen. Mit Unterstützung der AiF haben Wissenschaftler der Fachhochschule Coburg ein flexibles Widerlager entwickelt, das den fugenlosen Bau von Betonbrücken von bis zu 250 Meter Länge ermöglicht. Die fugenlose Bauweise wurde noch bei den ersten, zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbauten Betonbrücken angewandt. Erst mit der Entwicklung des Spannbetons entstanden fortan Brücken mit Fugen, Fahrbahnübergängen und beweglichen Lagern. Dabei sind die Unterhaltskosten höher, denn Teile der Brücke müssen regelmäßig ausgetauscht werden, was sogar eine Sperrung der Brücke zur Folge haben kann. Zudem fehlen Sicherheitsreserven bei Katastrophen, weil sich eine lokale Überlastung nicht automatisch über die gesamte Konstruktion verteilen kann. Und es gibt wenig Spielraum für gute Gestaltung, weil die Brücke nach dem Baukastenprinzip zusammengesetzt werden muss und nicht in betongerechte Form gegossen werden kann. Bei fugenlosen Betonbrücken werden Überbau und Widerlager monolithisch miteinan-der verbunden. Um Temperaturschwankungen zu beherrschen und dem Betonschwin-den entgegenzuwirken, wurden neuartige Widerlager festgelegt. Dünne Wandscheiben bilden die nachgiebigen Brückenenden. Eine Pufferschicht aus elastifiziertem Polysty-rol ermöglicht die Längenausdehnung der Brücke im Sommer. Eine Hinterfüllung mit gut verdichtetem Schottermaterial wird mit Geotextilien bewehrt, so dass diese Füllung bei Verkürzung der Brücke im Winter nicht nachrutschen kann. Ansprechpartner: Prof. Dr. Michael Pötzl, Fachhochschule Coburg, E-Mail: poetzl@fh-coburg.de, Tel.: 09561 317-118 Pressearbeit: Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke” (AiF), Silvia Behr, E-Mail: presse@aif.de, Tel.: 0221 37680-55, Internet: www.aif.de

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