Europaische Biomasse-Tage der Regionen 2003
Deutschlandweit sind 14 Institutionen an der Organisation beteiligt, in (fast) jedem Bundesland eine. Die Gesamtkoordination liegt bei C.A.R.M.E.N. der bayerischen Koordinierungsstelle für Nachwachsende Rohstoffe. Interessierte Firmen, Institutionen, Organisationen und Privatpersonen sind aufgerufen, ihre Veranstaltungen beim Koordinator des jeweiligen Bundeslandes oder direkt bei C.A.R.M.E.N. anzumelden. Die Liste der Koordinatoren gibt es im Internet unter http://www.biomasse-tage.org(öffnet in neuem Fenster). Dort werden auch die Teilnehmer veröffentlicht, um einen Ideenaustausch zu Organisation und Öffentlichkeitsarbeit zu ermöglichen. Alle Teilnehmer erhalten kleine Werbeartikel und Informationsmaterialien für die Besucher.
Um vom Nordkap bis zu den griechischen Inseln für Nachwachsende Rohstoffe zu werben, fanden bereits 1997, 1998, 2001 und 2002 Biomasse-Tage statt. Für die Organisation in Europa ist die "Association of European Biomass Organisations" (AEBIOM) verantwortlich, die über ihre Mitglieder Biomasseorganisationen in 24 europäischen Ländern erreicht.
Die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission Loyola de Palacio del Valle Lersundi hat die Schirmherrschaft der Europäischen Biomasse-Tage übernommen. Sie unterstützt gemeinsam mit dem bayerischen Staatsminister für Landwirtschaft und Forsten, Josef Miller, das Ziel, die breite Öffentlichkeit über die Bedeutung und die Möglichkeiten der Nutzung Nachwachsender Rohstoffe zu informieren.
Im Oktober 1997 wurde auf Initiative des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums und der European Biomass Industry Association (EUBIA) der erste Europäische Biomassetag ins Leben gerufen. Auf der 10. Europäischen Biomassekonferenz in Würzburg 1998 wurde angeregt, Biomassetage zu einer Dauereinrichtung zu machen, dies nicht zuletzt aufgrund der Energieabhängigkeit der Europäischen Union. Die EU importiert heute bereits 50 Prozent ihrer Energie. Wenn nichts geschieht, wird dieser Anteil bis 2020 auf 70 Prozent steigen. Biomasse besitzt das größte Potenzial, im nächsten Jahrzehnt fossile Energieträger zu ersetzen, sie wächst vor Ort und dient der regionalen Energieversorgung. Die Europäischen Biomasse-Tage werden jährlich in der Woche, die die letzten September- und die ersten Oktobertage umfasst, stattfinden und können damit als feste Größe in die Jahresplanung aufgenommen werden.
Informationen: Im Internet unter http://www.biomasse-tage.org(öffnet in neuem Fenster) oder bei C.A.R.M.E.N. Karl Hanglberger, Schulgasse 18, 94315 Straubing, Tel.: +49/9421/960-300, E-Mail: kh@carmen-ev.de.
,Was ist Biomasse?,Biomasse, Nachwachsende Rohstoffe, Agrar-Rohstoffe - gemeint ist alles, was in Wald und Feld wachst und nicht fur den Verzehr gedacht ist. Biomasse wird durch Fotosynthese, also direkte Umwandlung von Sonnenlicht in Energie, gebildet.<br>Biomasse ist nicht nur regenerierbar, sondern auch in gro?en Massen sehr einfach zu speichern. Dies ist ein gro?er Vorteil im Vergleich zu anderen regenerativen Energien wie Wind-, Wasser- und Solarenergie. Aus Biomasse gewonnene Energietrager wie Biogas, Biodiesel und Holz-Pellets erleben zur Zeit einen gro?en Aufschwung; der hohe Olpreis begunstigt naturliche Alternativen.<br>Typische Beispiele fur die stoffliche Nutzung von Biomasse sind Holz- und Pflanzenfasern, weniger bekannt ist, dass sich auch aus Starke und Fetten sinnvolle Produkte herstellen lassen, biologisch abbaubare Werkstoffe etwa, die sich wie petrochemische Kunststoffe verarbeiten lassen, oder Schmierstoffe, die mittlerweile auch hochsten Anspruchen genugen und sich in der Umwelt schnell zersetzen.<br>,