Aus der Stau
Wie funktioniert die dynamische Routenplanung? Man gibt im Internet einfach Start und Ziel der Fahrt ein und schon berechnet das System eine Verbindung ohne lästige Baustellen. Jeden Tag gibt die Straßenverkehrsbehörde an, in welchen Straßen gebaut wird und welche Bauprojekte bereits abgeschlossen sind. Auf dieser Datenbasis wird die günstigste Route ermittelt. Das System enthält bislang 10 000 Straßen mit etwa 145 000 Hausnummern. »Außerdem sind etwa 4 000 wichtige Standorte wie zum Beispiel Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungsorte, Ausflugsziele oder Behörden erfasst«, erläutert Hendrik Wagner vom IVI. Grundlage des Routenplaners ist das Straßennetz der Region Dresden mit ca. 30 000 Knotenpunkten und 157 000 Abbiegemöglichkeiten. In den nächsten Monaten soll das System weiter ausgebaut werden. »Künftig sollen auch Informationen über große Veranstaltungen, Straßenfeste sowie die Daten von Live-Kameras, die an wichtigen Verkehrspunkten der Stadt positioniert sind, in die Routenplanung einfließen«, verrät Projektleiter Ulf Jung vom IVI.
Das Routing-System ist ein Teil des Stadt- und Verkehrsinformationssystems für die Region Dresden kurz DORIS (Dresden-Oberelbe Regionales Info-System) genannt. DORIS hat bislang vor allem Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs über Bus- und Bahnverbindungen informiert. Wer nach einem Besuch in der Semperoper wissen will, wie er am schnellsten nach Hause kommt, kann einfach über Handy die aktuellen Abfahrtszeiten abrufen. Ob eine Straßenbahn wegen eines Triebwerksschadens ausfällt oder sich wegen eines Unfalls auf dem Carolaplatz verspätet, erfasst das System und passt die Fahrplanauskunft dementsprechend an.
Die Nutzer können die Informationen via Internet und an Informationsterminals abrufen. Dort erfahren sie nicht nur, wann die nächste Straßenbahn abfährt, sondern können sich auch über abfahrende Züge oder den nächsten Flug nach München informieren. Wer viel unterwegs ist, für den ist vor allem der mobile Zugriff auf die aktuellen Fahrplandaten interessant. Die Nutzer können sich die aktuellen Daten einfach aufs Handy beziehungsweise den PDA schicken lassen. Dieser Service wird gut angenommen. »Allein die SMS-Fahrplanauskunft wird pro Tag mehr als 1 000-mal aufgerufen«, berichtet Wagner. Das große Leitprojekt hat sich für die Region Dresden bezahlt gemacht. Schon jetzt sind 50 Produktinnovationen wie zum Beispiel die Fahrplanauskunft via SMS oder das Routingsystem im Dauereinsatz.
Unter dem Motto »Networking Mobility Für eine Welt in Bewegung« stellen sechs Fraunhofer-Institute und der Fraunhofer-Verbund Verkehr FVV Verkehrsmanagementsysteme, Softwarelösungen für den Schienenverkehr, neue Ansätze in der Transport- und Versorgungslogistik sowie Prüf- und Überwachungssysteme für mehr Sicherheit vor.Wir laden Sie herzlich ein zur Pressekonferenz ,>Forschen fur Europas Guterbahnen Vorstellung der Softwareprogramme VISPER (Visuelle Personal- und Fahrzeugeinsatzplanung) und KASKOSS (Kalkulationssystem fur Kosten im Schienenverkehr)< ,am 22. September um 14:00 Uhr ,im Pressezentrum in Halle 6.3 Raum B <br>Ansprechpartner:,Dipl.-Ing. Hendrik Wagner,Telefon +49 351 4640-624,wagner@ivi.fraunhofer.de,Fraunhofer-Institut fur Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI,Zeunerstra?e 38,01069 Dresden,http://www.ivi.fraunhofer.de