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Inhalt archiviert am 2022-07-06

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Sofortauswertung von EKG und Bewegungssignalen

Auf der Medica 2009 stellt das Fraunhofer Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS ein solches System aus.

18 November 2009 - 21 November 2009
Österreich
Gegenwärtig wird eine Bewertung von Langzeit-EKGs durch den behandelnden Arzt derart durchgeführt, dass die EKG-Daten nach beendeter Aufnahme in einen PC eingelesen und mittels eines Auswerteprogramms vorausgewertet werden, nachdem der Patient erneut die Praxis aufgesucht hat. Der Arzt schaut sich die markierten kritischen Stellen an und stellt die Diagnose. Im Fraunhofer IPMS wird seit mehreren Jahren an geeigneten Algorithmen geforscht, die eine Auswertung direkt im EKG-Recorder zulassen. Ziel ist die umfassende Bewertung der aktuellen Herzfunktion. Außerdem kommen verschiedene Methoden, wie die Rhythmusbewertung, die QRS-Klassifikation, die Analyse der Vorhofaktivität und die QT-Vermessung, zum Einsatz. Beispielhaft wurde die Software in dem portablen Gerät „ECG-vital“ des Fraunhofer IPMS integriert. Wird durch die Auswertesoftware eine Veränderung im EKG erkannt, sendet der Recorder sofort einen EKG-Ausschnitt über ein Gateway zum Arzt, der dann über die weiteren Schritte entscheidet. Damit können Langzeituntersuchungen durchgeführt werden, ohne dass der Patient zwischenzeitlich zum Arzt muss. Parallel zur EKG-Aufzeichnung wird die Bewegung des Patienten und damit die körperliche Aktivität erfasst und ausgewertet: Das Gerät erkennt automatisch, ob der Patient steht, liegt, läuft, rennt oder Treppen steigt. Somit wird die EKG-Aufzeichnung unter realen Alltagsbelastungen durchgeführt, ohne dass der Patient Aufzeichnungen über seinen Tagesablauf führen muss. Durch die Verknüpfung der Bewegungsinformationen mit den EKG-Daten wird eine Verbesserung der Auswertungsergebnisse erreicht, insbesondere können auftretende Veränderungen im EKG der zugehörigen körperlichen Belastungssituation zugeordnet werden und Störungen aufgrund von Bewegungsartefakten effektiv reduziert werden. Es wird zum Beispiel keine krankhafte Tachykardie erkannt, wenn der Patient die Treppe hoch geht und die Herzrate steigt, weil das in dieser Belastungssituation normal ist.
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