OLED-Mikrodisplay als Kamera: OLED-on-CMOS-Feedback Demonstrator
Die Chips besitzen eine aktive OLED-Matrix mit aktuell 320 x 240 Pixeln sowie einen darin integrierten Photodetektor (160 x 120 Pixel). Die Verbindung beider Matrizen in einem Chip trägt wesentlich zur Miniaturisierung eines Systems bei, das auf beide Funktionalitäten angewiesen ist.
Judith Baumgarten, Doktorandin am Fraunhofer IPMS und maßgeblich an der Entwicklung beteiligt, erklärt: „Durch diese noch sehr neue Technologie eröffnen sich ganz neue Anwendungswelten, wie eben die Wiedergabe von vor dem Chip befindlichen Objekten oder der Einsatz dieses bidirektionalen Systems als Mikroscanner. Es ist also ein Mikrodisplay, was wie eine Kamera funktioniert.“
Die OLEDs werden dabei zu unterschiedlichen Zwecken eingesetzt: in der Scanneranwendung dienen sie zur Beleuchtung des aufzunehmenden Objekts, während sie in der anderen Anwendung zu dessen Darstellung genutzt werden. Über zusätzliche Optiken oder Filter können die Fokusebene der Kameramatrix verschoben und die Photodioden auf bestimmte Wellenlängenbereiche sensibilisiert werden. Es ist eine Vielzahl weiterer sensorischer Anwendungen denkbar.
Auf der SSI 2011 wird erstmals ein Demonstrator dieses Systems mit folgenden technischen Eigenschaften vorgestellt:
• Displaymatrix: 320 x 240 Pixel monochrom (0,6“ Bilddiagonale)
• Kameramatrix: 160 x 120 Pixel monochrom
• mögliche Farben der OLED: rot, orange, blau, grün, weiß
• Helligkeit: > 1000 cd/m²
• Betriebsspannung: 3,3 V
Displays mit höheren Auflösungen (VGA und höher bei 0,5“ Bilddiagonale) befinden sich derzeit in der Entwicklung.